Projekte

Leadership


Die Karl Schlecht Stiftung will die Weichen für Führungsexzellenz bei Studenten und angehenden Führungskräften stellen. Jeder Mensch hat persönliche Stärken, die über seinen Führungserfolg entscheiden und erst durch umfassende Charakterbildung sichtbar werden. Ziel der Stiftung ist es, diese Kompetenz bei Nachwuchskräften wachzurufen.

Innerhalb ihres Förderbereiches "Leadership" unterstützt die Karl Schlecht Stiftung derzeit folgende Projekte und Institutionen:

 

Bayerische EliteAkademie
www.eliteakademie.de

Bayerische EliteAkademie

Die Bayerische EliteAkademie (BEA) ist eine Stiftung der bayerischen Wirtschaft, die eng mit den bayerischen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zusammenarbeitet. Herausragende Studenten werden in einem studienbegleitenden Zusatzprogramm auf Führungsaufgaben in Wirtschaft und Gesellschaft vorbereitet.

Jedes Jahr zum 1. Oktober startet ein neuer Bewerbungsprozess, der im Folgejahr mit eine intensiven Assessment-Center abgeschlossen wird. Von allen Bewerbern werden 40 Personen in den neuen Jahrgang aufgenommen und durchlaufen eine intensive 2-jährige Ausbildung unter dem Leitsatz „Führung mit Verantwortung“. Dabei finden Seminare, Workshops, Gruppenübungen, Kaminabende und Auslandsaufenthalte statt. Die Ausbildung umfasst Themen wie Persönlichkeitsbildung und Menschenführung, interdisziplinäres und interkulturelles Denken und Handeln, unternehmerisches Denken sowie verantwortungsvolle Unternehmensführung.

Seit Herbst 2018 unterstützt die Karl Schlecht Stiftung die BEA und fördert damit nachhaltig die Vision, dass Führungspersönlichkeiten ihre Begabungen und Kompetenzen verantwortungsvoll auch für die Gesellschaft einsetzen sollen.

Co-Founder Space
co-founder.space

Co-Founder Space

In Deutschland existieren etwa 100 studentische Gründungsinitiativen mit über 10.000 Mitgliedern – ein beachtliches Potenzial an Ideen und Innovationen. Viele Ideen werden jedoch nicht erfolgreich umgesetzt, da das richtige Gründungsteam fehlt. Mitgründer, die weitere Perspektiven und Kompetenzen in das Unterfangen mit einbringen, sind jedoch häufig entscheidend für den Erfolg. Das Projekt "Co-Founder Space" in Pforzheim setzt hier an – es möchte gezielt interdisziplinäre Teams zusammenbringen, um studentische Gründung zu erleichtern und den Gründungserfolg zu verbessern. Dazu organisiert "Co-Founder Space" die virtuelle und physische Vernetzung, unter anderem durch Workshops, die Wissen zur Unternehmersgründung im Team vermitteln. Einen Mehrwert im Vergleich zu anderen Initiativen bieten vor allem die persönlichen und moderierten Treffen der potentiellen Gründerteams.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt "Co-Founder Space", da es die unternehmerische Persönlichkeit von Studenten praxisbezogen fördert.

Evaluation Betriebliches Gesundheitsmanagement
www.uniklinik-ulm.de

Evaluation Betriebliches Gesundheitsmanagement

Psychische und psychosomatische Erkrankungen am Arbeitsplatz werden zunehmend als hochrelevantes Problemfeld wahrgenommen. Als Folge gerät das "Betriebliche Gesundheitsmanagement" (BGM) immer mehr in den Fokus von Unternehmen – ein Management-Prozess, der über gesundheitsfördernde Einzelmaßnahmen hinaus Strukturen und Prozesse zur Förderung von Gesundheit im Betrieb etablieren will.

In vielen Fällen erfolgt BGM zwar mit Unterstützung, jedoch ohne die aktive Mitwirkung der zentralen Führungskräfte. Führungskräfte tragen jedoch nicht nur die Verantwortung für die Förderung der psychischen Gesundheit ihrer Mitarbeiter, sie sind selbst – allein aufgrund ihrer Führungsrolle – in zunehmendem Maße vielfältigen psychischen Belastungen ausgesetzt. Interessant ist daher die Frage, inwieweit Führungskräfte aktiv in den Prozess integriert werden müssen, damit BGM erfolgreich ist.

Bislang existieren keine aussagekräftigen empirischen Studien hierzu. Das Kooperationsprojekt „Evaluation Betriebliches Gesundheitsmanagement“ (EGM) der Universitätsklinik Ulm und der Robert Bosch GmbH möchte diese Lücke schließen.

Um ein Grundverständnis zu vermitteln und eine Enttabuisierung des Themas zu unterstützen, werden bei der Robert Bosch GmbH seit 2016 schrittweise Führungskräfte-Schulungen zum Thema „Psychische und psychosomatische Erkrankungen am Arbeitsplatz“ angeboten. Gleichzeitig wird eine „Psychosomatische Sprechstunde“ im Betrieb für Mitarbeiter eingerichtet. Das kombinierte Angebot wird von der Universitätsklinik Ulm wissenschaftlich evaluiert (Studientitel: Wirksamkeit eines Managertrainings und einer psychosomatischen Sprechstunde auf den Umgang mit psychischen Erkrankungen und deren Behandlung).

Erich Fromm Institut Tübingen
www.erich-fromm.de

Erich Fromm Institut Tübingen

Seit Jahren verfolgt Karl Schlecht die Möglichkeit, die Lehre Erich Fromms zu fördern. Die Karl Schlecht Stiftung sieht die Theorie Erich Fromms als Orientierungspunkt für das Streben nach einer positiven Charakterentwicklung bei Führungskräften.

Um das Erbe Fromms für die Zukunft zu sichern, wurde zusammen mit Fromms Nachlassverwalter Dr. Rainer Funk im Juni 2014 die Erich Fromm Stiftung gegründet. Im Februar 2015 konnte diese das Erich Fromm Institut in Tübingen (EFIT) eröffnen. Lesen Sie dazu das Grußwort des Stifters (PDF).

Ziel des EFIT ist es, den bibliografischen Nachlass Fromms einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und das Institut zu einem weltweit einzigartigen Forschungszentrum zum Denken und Werk Fromms zu machen. Direkt neben dem Weltethos-Institut Tübingen (WEIT) hat die Karl Schlecht Stiftung Räume für das EFIT erworben. Die Nähe zum WEIT soll der synergetischen Zusammenarbeit beider Institute dienen.

Die Erich Fromm Stiftung hat die Aufgabe, die Existenz des EFIT auf Dauer zu ermöglichen. Spenden oder Zustiftungen, die helfen, den Stiftungszweck zu erfüllen, sind möglich und erwünscht.

Hier finden Sie eine Web-Reportage mit Eindrücken zum Institut.

Erich Fromm Study Center
www.efsc.ipu-berlin.de

Erich Fromm Study Center

Auf Initiative der Karl Schlecht Stiftung wurde im Dezember 2016 an der International Psychoanalytic University (IPU) Berlin das Erich Fromm Study Center (EFSC) eröffnet. Die IPU Berlin ist eine private, staatlich anerkannte Hochschule, die die Psychoanalyse als Wissenschaft im universitären Kontext verankern will. Ziel des EFSC ist es, den Frommschen Ansatz zur Persönlichkeitspsychologie, analytischen Sozialpsychologie und Wirtschaftsethik in der aktuellen Forschung und Lehre wiederzubeleben und für künftige Führungskräfte im Sinne von "Liebe zum Tun" weiterzuentwickeln.

Bestandteil des EFSC ist die Erich-Fromm-Stiftungsprofessur für "Arbeits- und Organisationspsychologie", die mit Prof. Thomas Kühn besetzt wurde. Er leitet das Zentrum zusammen mit Dr. Rainer Funk, Psychoanalytiker und ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter von Erich Fromm. Dr. Funk übernahm auf Initiative der Karl Schlecht Stiftung bereits im Sommersemester 2013 eine Dozentur an der IPU. Die Förderaktivität der Stiftung trug dazu bei, dass die IPU im November 2014 durch den Wissenschaftsrat akkreditiert wurde.

In der Förderstruktur der Karl Schlecht Stiftung ist das EFSC Teil der Initiative "Leadership Personal Care" (LPC), die von IPU-Professor Dr. Horst Kächele betreut wird.

Institute for Human Engineering & Empathic Design Pforzheim
www.hs-pforzheim.de/forschung/institute/heed

Institute for Human Engineering & Empathic Design Pforzheim

Nur wenige Studierende ziehen den Aufbau einer eigenen Firma in Betracht. Wie groß das Potenzial für eine aktive Gründerszene gleichwohl ist, wird an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim deutlich. Jedes Semester werden hier auf der traditionellen Werkschau hochgradig innovative Prototypen als Abschluss- oder Semesterarbeiten präsentiert.

Um Studenten zur unternehmerischen Umsetzung ihrer Idee zu motivieren, hat die Hochschule zum Wintersemester 2016/17 das Institute for Human Engineering & Empathic Design (HEED) eröffnet. Dort sollen Ideen, Personen und Wissen gezielt zusammengeführt werden. Das Institut umfasst die Bereiche Gestaltung, Wirtschaft, Recht und Technik und bildet damit den gesamten Produktionszyklus von der Idee über die Umsetzung bis zur Vermarktung ab. Durch die Zusammenarbeit in Teams soll zudem Empathie als Erfolgsmoment von Innovation und Unternehmung gefördert werden. Ein erstes Angebot, das diesem Anspruch folgt, ist der Gründertalk "starTUB", bei dem sich Studierende mit hochmotivierten Gründern in lockerer Atmosphäre austauschen können.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt HEED für die nächsten drei Jahre bis Herbst 2019, da es einen ganzheitlichen Ansatz der Entwicklung einer unternehmerischen Persönlichkeit verfolgt.

Institut für Philosophie und Leadership, Hochschule für Philosophie München
www.hfph.de/forschung/institute/leadership/akademie

Institut für Philosophie und Leadership

Die Karl Schlecht Stiftung fördert das Institut für Philosophie und Leadership an der Hochschule für Philosophie in München. Das von Prof. Dr. Michael Bordt SJ geleitete Institut beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit Fragen von Leadership und Führungsethos (LETHOS). Den Studierenden werden Wertehaltungen und Charaktereigenschaften vermittelt, die exzellente Führung ermöglichen.

Die Institutsforschung dient in erster Linie dazu, für das Berufsleben wirksame Aus- und Weiterbildungsformate für Studierende und Führungskräfte in Spitzenpositionen zu erarbeiten. Vor diesem Hintergrund schließt das Institut mit seinen Aktivitäten eine bisher noch vorhandene Lücke in dem von der Karl Schlecht Stiftung geförderten Institutsportfolio.

Daneben bietet das Institut Nachwuchs- und Führungskräften intensive persönliche Beratung und Begleitung zur Selbstreflexion an – unter anderem im Form von Führungsakademien, für die die Karl Schlecht Stiftung Stipendien vergibt.

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KSG Entrepreneurship Research Award
www.fgf-ev.de

KSG Entrepreneurship Award

Seit 2014 lobt die Karl Schlecht Stiftung den "KSG Entrepreneurship Award" für innovative Studien aus. Er wird in Kooperation mit dem Förderkreis Gründungs-Forschung e.V. (FGF) vergeben. Wichtigstes Kriterium ist die Relevanz für die Entrepreneurship-Forschung und -Praxis. Folgende Arbeiten wurden bisher mit dem KSG-Award ausgezeichnet:

2018 - zwei Preise:

Prof. Dr. Marcus Dejardin (University of Namur), Prof. Dr. Johanna Vanderstraeten (University of Antwerp), Prof. Dr. Julie Hermans (Université catholique de Louvain), Prof. Dr. Arjen van Witteloostuijn (Vrije Universiteit Amsterdam), Titel: SME innovativeness in a dynamic environment: Is there any value in combining causation and effectuation?

Daniel Blaseg (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Prof. Dr. Armin Schwienbacher (SKEMA Business School); Titel: The fallacy problem of entrepreneurs

2017: Prof. Dr. Matthias Baum, Prof. Dr. Tanja Rabl (TU Kaiserslautern), Titel: Does digital capital trigger employees’ corporate entrepreneurship decisions? The moderating role of personal initiative and digital fluency

2016: Michael Maximilian Mödl (Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, München), Titel: Is Wisdom of the Crowd a Positive Signal? Effects of Crowdfinancing on subsequent Venture Capital Selection

2015: Matthias Schulz, Vivien Procher und Diemo Urbig (alle Jackstädtzentrum für Unternehmertums- und Innovationsforschung an der Bergischen Universität Wuppertal), Titel: The Impact of Firm Entry Deregulation on Hybrid Entrepreneurship

2014: Andreas Landgraf, Prof. Dr. Jörn Block (beide Universität Trier) und Prof. Dr. Thorsten Semrau (Universität zu Köln), Titel: The differential impact of societal cultural practices on part-time and full-time entrepreneurship: A multilevel, multi-country study

Leadership Excellence Institute Zeppelin
www.zu.de/leiz

Leadership Excellence Institute Zeppelin – Entwicklung von Führungsexzellenz

Auf Initiative der Karl Schlecht Stiftung wurde 2012 an der Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen das "Leadership Excellence Institute Zeppelin" (LEIZ) gegründet. Im Zentrum des von Prof. Dr. Josef Wieland geleiteten Instituts steht die Frage nach "exzellenter Führung". Forschungsschwerpunkte sind Führungsforschung, soziologische und ökonomische Management- und Organisationstheorie, Integrity Management und Governance- und Compliance-Systeme, Ethical Decision Making sowie Behavioral Business Ethics.

Leadership Personality Center Ulm
www.lpcu.de

Leadership Personality Center for Management and Health Care in Work – Ulm

Auf Initiative der Karl Schlecht Stiftung wurde im März 2017 an der Universität Ulm das Leadership Personality Center Ulm (LPCU) gegründet. Im Mittelpunkt des Kompetenzzentrums steht die Entwicklung und wissenschaftliche Erforschung von praxistauglichen Instrumenten zur Förderung von seelischer und körperlicher Gesundheit am Arbeitsplatz.

Geleitet wird das LPCU von den Ärzten Prof. Dr. Harald Gündel, Direktor der Uniklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Ulm, und PD Dr. Michael Hölzer, Direktor der Sonnenbergklinik für analytische Psychotherapie Stuttgart.

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Manage&More / Leadership Engineering an der UnternehmerTUM
www.unternehmertum.de

Manage&More / Leadership Engineering an der UnternehmerTUM (LEUTUM)

Um gut auf Führungsaufgaben vorzubereiten, bieten Hochschulen jungen Menschen eine fundierte fachliche Ausbildung an. Selten aber gibt es Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung, in denen sich Studenten mit den eigenen Stärken, Werten und Zielen auseinandersetzen können. Dabei ist dies elementare Grundlage von Führungserfolg.

2015 wurde unter Mitwirkung der Karl Schlecht Stiftung die Initiative "Leadership Engineering an der UnternehmerTUM" (LEUTUM) in das Stipendienprogramm "Manage&More" integriert. "Manage&More" ist ein Entrepreneurship-Programm von UnternehmerTUM München. Die UnternehmerTUM verbindet durch LEUTUM nun ihre praxisorientierte unternehmerische Qualifizierung mit einer an ethischen Werten orientierten Persönlichkeitsbildung.

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