Projekte

Leadership Education


Gute Führung hängt stark zusammen mit Persönlichkeitsreife und zwischenmenschlicher Kompetenz – sie muss vor allem Klarheit und Vertrauen schaffen. Vision der Karl Schlecht Stiftung ist eine vertrauensbildende Führungskultur, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Deshalb setzen wir uns im Themenfeld "Leadership Education" ein für

•  die Persönlichkeitsstärke von Schülern
•  die persönliche Reife des Führungsnachwuchses
•  die Erforschung und Vermittlung von Führungsmethoden 

 

Persönlichkeitsstärke von Schülern

Lernen durch Engagement
www.servicelearning.de

Lernen durch Engagement (LdE) bietet Schülern die Gelegenheit, Gelerntes anzuwenden und Verantwortung zu übernehmen: Kinder und Jugendliche planen im Unterricht gemeinnützige Projekte in ihrem Stadtteil oder ihrer Gemeinde und setzen diese mit Unterstützung von außerschulischen Partnern vor Ort um. Die Erfahrungen, die sie bei der Umsetzung sammeln, werden anschließend gemeinsam mit ihren Lehrern in der Schule reflektiert und mit Inhalten der Bildungspläne verknüpft.

So vertiefen die Schüler nicht nur das Gelernte, sie erfahren auch praktisch, was sie bewegen können, verbessern ihre Selbstorganisation, stärken ihre Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und versetzen sich in ihre Mitmenschen hinein. Nicht zuletzt diese Empathie kann ihre zukünftige Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, stärken.

Die Karl Schlecht Stiftung ist überzeugt, dass die Lernform LdE die ethische Wertebildung und das eigenverantwortliche Handeln fördert. Deshalb unterstützt sie die Stiftung Lernen durch Engagement bei der Umsetzung des Konzepts in Baden-Württemberg.

Sommerschulen Baden-Württemberg
www.sommerschulen-bw.de

Sommerschulen Baden-Württemberg – startklar für's neue Schuljahr

Das Kultusministerium Baden-Württemberg bietet seit 2010 für Schüler sogenannte „Sommerschulen“ an, einwöchige Ferienprogramme zur Stärkung der Lernmotivation. Ziel ist es, dass Schüler in der Sommerschule schulische Unsicherheiten abbauen und ihre Sozialkompetenz weiterentwickeln. Erreicht werden soll dies durch einen ganzheitlichen, werteorientierten Lernansatz, der den Schulstoff projektartig, erlebnisorientiert und  fächerübergreifend vermittelt. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Verbindung von Lernen und Erlebnis die Lernmotivation enorm steigern kann.

Die Karl Schlecht Stiftung fördert die Sommerschulen an den sechs Standorten Konstanz, Ellwangen, Hechingen, Mössingen, Waldenbuch und Baden-Baden.

WEICHENSTELLUNG für Viertklässler
www.weichenstellung.info

Grundschüler für den Übergang auf's Gymnasium stärken

In Deutschland entscheidet die Herkunft nach wie vor häufig über den Bildungserfolg - und das schon in der Grundschule. Das Projekt "WEICHENSTELLUNG für Viertklässler" hat sich daher zum Ziel gesetzt, Viertklässler in besonderen Lebenslagen, die ausreichend Potenzial für eine Gymnasiallaufbahn mitbringen, für den Übergang auf das Gymnasium zu stärken.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt "WEICHENSTELLUNG für Viertklässler" als einen Beitrag zu mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit im Schulalltag.

Die Initiative der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius startete 2013 erfolgreich in Hamburg. In Kooperation mit der Karl Schlecht Stiftung wurde sie im Schuljahr 2014/15 auf Baden-Württemberg ausgeweitet.


Your Turn – Du bist dran!
www.commonpurpose.de

Your Turn - Macht Mut zum Engagement

Die gemeinnützige Common Purpose GmbH fordert mit "Your Turn" Jugendliche dazu heraus, über ihre Umgebung und die eigenen Einflussmöglichkeiten darauf nachzudenken. Das Projekt widmet sich Stuttgarter Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren, die wenig Vertrauen in ihre Führungskompetenz haben.

Innerhalb eines dreitägigen Leadership-Programmes setzen sich die SchülerInnen mit Problemen und Chancen aus ihrem direkten Umfeld auseinander – im Austausch mit Führungskräften aus dem öffentlichen, privaten oder gemeinnützigen Sektor. So werden die Rolle als "Leader" geübt und soziale Grenzen überschritten.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt "Your Turn" seit 2016, da es eine nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen fördert und sie dazu befähigt, Verantwortung zu übernehmen.


Führungsnachwuchs

Bayerische EliteAkademie
www.eliteakademie.de

Bayerische EliteAkademie

Die Bayerische EliteAkademie (BEA) ist eine Stiftung der bayerischen Wirtschaft, die eng mit den bayerischen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zusammenarbeitet. Herausragende Studenten werden in einem studienbegleitenden Zusatzprogramm auf Führungsaufgaben in Wirtschaft und Gesellschaft vorbereitet.

Jedes Jahr zum 1. Oktober startet ein neuer Bewerbungsprozess, der im Folgejahr mit eine intensiven Assessment-Center abgeschlossen wird. Von allen Bewerbern werden 40 Personen in den neuen Jahrgang aufgenommen und durchlaufen eine intensive 2-jährige Ausbildung unter dem Leitsatz „Führung mit Verantwortung“. Dabei finden Seminare, Workshops, Gruppenübungen, Kaminabende und Auslandsaufenthalte statt. Die Ausbildung umfasst Themen wie Persönlichkeitsbildung und Menschenführung, interdisziplinäres und interkulturelles Denken und Handeln, unternehmerisches Denken sowie verantwortungsvolle Unternehmensführung.

Seit Herbst 2018 unterstützt die Karl Schlecht Stiftung die BEA und fördert damit nachhaltig die Vision, dass Führungspersönlichkeiten ihre Begabungen und Kompetenzen verantwortungsvoll auch für die Gesellschaft einsetzen sollen.

Institut für Philosophie und Leadership
www.hfph.de

Welche Tugenden und Werte, persönlichen Eigenschaften und Haltungen ermöglichen gute Führung? Diesen Fragen geht das Institut für Philosophie und Leadership der Hochschule für Philosophie in München nach. Das Ziel ist die Gestaltung wirksamer Aus- und Weiterbildungsformate für Studenten, Berufseinsteiger und Führungskräfte, die ein modernes Verständnis von Führung fördern, bei dem die Persönlichkeitsentwicklung der Teilnehmer im Vordergrund steht.

Ein Kernformat für Nachwuchsführungskräfte ist die Akademie „Führung und Persönlichkeit“. Bei der einwöchigen Fortbildung lernen sie Übungen zur Selbstwahrnehmung und Meditation kennen. Diese helfen ihnen, ihre eigenen Stärken und Schwächen, ihre Charaktereigenschaften und Einstellungen zu hinterfragen. Die Erkenntnisse dieser Selbstreflektion dienen als Basis für die bewusste Weiterentwicklung ihrer Führungskompetenz.

Die Karl Schlecht Stiftung ermöglicht besonders begabten Studenten und Berufseinsteigern durch ein Stipendium die Teilnahme an der Akademie „Führung und Persönlichkeit“. Sie unterstützt das Institut für Philosophie und Leadership, da sie davon überzeugt ist, dass ein reflektiertes Selbstverständnis und eine gereifte Persönlichkeit entscheidend für Führungserfolg sind.

Mehr erfahren:
undefined „Führungsakademien positiv evaluiert" (01.08.2019)


Um gut auf Führungsaufgaben vorzubereiten, bieten Hochschulen jungen Menschen eine fundierte fachliche Ausbildung an. Selten wird diese aber durch Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung ergänzt, obwohl eine reflektierte und gefestigte Persönlichkeit eine elementare Grundlage von Führungserfolg ist. Anders an der UnternehmerTUM, einem An-Institut der Technischen Universität München: Das Stipendiatenprogramm „Manage&More“ fördert nicht nur praxisnah die fachliche Bildung engagierter, unternehmerisch denkender Studenten aller Münchner Hochschulen, sondern auch deren soziale Kompetenzen.

Hierin unterstützt die Karl Schlecht Stiftung die UnternehmerTUM: Sie ermöglicht ausgewählten Stipendiaten des „Manage&More“-Programms beispielsweise die Teilnahme an der einwöchigen Akademie „Führung und Persönlichkeit“ der Hochschule für Philosophie München. Dabei lernen die Studenten Übungen zur Selbstwahrnehmung und Meditation kennen, die ihnen helfen, ihre eigenen Stärken und Schwächen ebenso wie ihre Charaktereigenschaften und Einstellungen zu hinterfragen. Die Erkenntnisse dienen ihnen als Basis für die bewusste Entwicklung von Führungskompetenz.

Dass erfolgreiche Führung vor allem emotionaler Intelligenz bedarf, ist inzwischen fast Konsens – auch die Karl Schlecht Stiftung ist davon überzeugt. Daher unterstützt sie schon seit 2015 das Stipendiatenprogramm „Manage&More“ der UnternehmerTUM, das die Hochschulausbildung gezielt dahingehend erweitert.

Erforschung und Vermittlung von Führungsmethoden

Agentur mehrwert
www.agentur-mehrwert.de

Stärkung von Leadership-Kompetenz in Organisationen

Die vielseitig preisgekrönte "Agentur mehrwert" engagiert sich für Soziales Lernen, soziale Kompetenz und Gemeinsinn. Dazu verbindet sie die Lebenswelten von Menschen aus unterschiedlichen Situationen und fördert innovative Lernpartnerschaften. Einen Fokus legt sie auf das Soziale Lernen in der Schule. Mit dem Kursangebot „Leadership für Schulleitungen“ stärkt die Agentur mehrwert die Fähigkeit von Schulleitern, Veränderungen in ihrer Organisation umzusetzen. Mit dem „Stuttgarter Denkatelier“ will die Agentur mehrwert zudem zentrale Fragen der aktuellen Organisationsentwicklung aufgreifen und im Verbund mit verschiedenen Entscheidern diskutieren.

Erich Fromm Institut Tübingen
www.fromm-online.org/institut

Erich Fromm Institut Tübingen (EFIT) - Ein Erbe für die Nachwelt

Seit Jahren verfolgt Karl Schlecht die Möglichkeit, die Lehre Erich Fromms zu fördern. Die Karl Schlecht Stiftung sieht die Theorie Erich Fromms als Orientierungspunkt für das Streben nach einer positiven Charakterentwicklung bei Führungskräften.

Um das Erbe Fromms für die Zukunft zu sichern, wurde zusammen mit Fromms Nachlassverwalter Dr. Rainer Funk im Juni 2014 die Erich Fromm Stiftung gegründet. Im Februar 2015 konnte diese das Erich Fromm Institut in Tübingen (EFIT) eröffnen.

Das EFIT macht Erich Fromms Beiträge zur Persönlichkeitspsychologie öffentlich zugänglich. Es beherbergt sämtliche seiner Arbeiten und Urschriften. In Kooperation mit dem Ericht Fromm Study Center (EFSC) ander der International Psychoanalytic University (IPU) Berlin organisisert das EFIT jährlich das "International Erich Fromm Doctoral Seminar".

Erich Fromm Study Center
www.efsc.ipu-berlin.de

Erich Fromm Study Center

Auf Initiative der Karl Schlecht Stiftung wurde im Dezember 2016 an der International Psychoanalytic University (IPU) Berlin das Erich Fromm Study Center (EFSC) eröffnet. Die IPU Berlin ist eine private, staatlich anerkannte Hochschule, die die Psychoanalyse als Wissenschaft im universitären Kontext verankern will. Ziel des EFSC ist es, den Frommschen Ansatz zur Persönlichkeitspsychologie, analytischen Sozialpsychologie und Wirtschaftsethik in der aktuellen Forschung und Lehre wiederzubeleben und für künftige Führungskräfte im Sinne von "Liebe zum Tun" weiterzuentwickeln.

Bestandteil des EFSC ist die Erich-Fromm-Stiftungsprofessur für "Arbeits- und Organisationspsychologie", die mit Prof. Thomas Kühn besetzt wurde. Er leitet das Zentrum zusammen mit Dr. Rainer Funk, Psychoanalytiker und ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter von Erich Fromm. Dr. Funk übernahm auf Initiative der Karl Schlecht Stiftung bereits im Sommersemester 2013 eine Dozentur an der IPU. Die Förderaktivität der Stiftung trug dazu bei, dass die IPU im November 2014 durch den Wissenschaftsrat akkreditiert wurde.


Evaluation Betriebliches Gesundheitsmanagement
www.uniklinik-ulm.de

Evaluation Betriebliches Gesundheitsmanagement

Psychische und psychosomatische Erkrankungen am Arbeitsplatz werden zunehmend als hochrelevantes Problemfeld wahrgenommen. Als Folge gerät das "Betriebliche Gesundheitsmanagement" (BGM) immer mehr in den Fokus von Unternehmen – ein Management-Prozess, der über gesundheitsfördernde Einzelmaßnahmen hinaus Strukturen und Prozesse zur Förderung von Gesundheit im Betrieb etablieren will.

In vielen Fällen erfolgt BGM zwar mit Unterstützung, jedoch ohne die aktive Mitwirkung der zentralen Führungskräfte. Führungskräfte tragen jedoch nicht nur die Verantwortung für die Förderung der psychischen Gesundheit ihrer Mitarbeiter, sie sind selbst – allein aufgrund ihrer Führungsrolle – in zunehmendem Maße vielfältigen psychischen Belastungen ausgesetzt. Interessant ist daher die Frage, inwieweit Führungskräfte aktiv in den Prozess integriert werden müssen, damit BGM erfolgreich ist.

Bislang existieren keine aussagekräftigen empirischen Studien hierzu. Das Kooperationsprojekt „Evaluation Betriebliches Gesundheitsmanagement“ (EGM) der Universitätsklinik Ulm und der Robert Bosch GmbH möchte diese Lücke schließen.

Um ein Grundverständnis zu vermitteln und eine Enttabuisierung des Themas zu unterstützen, werden bei der Robert Bosch GmbH seit 2016 schrittweise Führungskräfte-Schulungen zum Thema „Psychische und psychosomatische Erkrankungen am Arbeitsplatz“ angeboten. Gleichzeitig wird eine „Psychosomatische Sprechstunde“ im Betrieb für Mitarbeiter eingerichtet. Das kombinierte Angebot wird von der Universitätsklinik Ulm wissenschaftlich evaluiert (Studientitel: Wirksamkeit eines Managertrainings und einer psychosomatischen Sprechstunde auf den Umgang mit psychischen Erkrankungen und deren Behandlung).

Leadership Excellence Institute Zeppelin
www.zu.de/leiz

Entscheidungen einer Führungskraft werden nicht nur von ihren eigenen Regeln und Werte beeinflusst, sondern auch von denen des Unternehmens und der Gesellschaft. Deshalb erforscht das Leadership Excellence Institute Zeppelin (LEIZ) an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen Führung aus unterschiedlichen Perspektiven und kombiniert dabei wirtschaftswissenschaftliche und psychologische Ansätze.

Zu den Forschungsschwerpunkten des LEIZ gehören soziologische und ökonomische Management- und Organisationstheorie, Integritätsmanagement, Governance- und Compliance-Systeme sowie die ethische Entscheidungsfindung im Wirtschafts- und Finanzkontext. Das LEIZ-Forschungsprojekt „Transcultural Caravan“ thematisiert zudem die Anforderungen, denen Führung in unterschiedlichen Kulturräumen begegnet.

Die Karl Schlecht Stiftung hat das LEIZ 2012 an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen initiiert, um die Erforschung und Vermittlung von Führungsmethoden voranzubringen.

Mehr erfahren:
undefined4. Transcultural Leadership Summit des LEIZ" (27.11.2019)

Leadership Personality Center Ulm
www.lpcu.de

Zeitdruck, Komplexität und zwischenmenschliche Konflikte –  die Herausforderungen im Berufsalltag sind vielfältig. Wer dabei nicht auf sich achtet, gefährdet die eigene Gesundheit. Studien zeigen: Psychische Erkrankungen sind immer häufiger der Grund für Fehlzeiten. Darauf müssen Führungskräfte reagieren. Deshalb entwickelt das Leadership Personality Center Ulm (LPCU) Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz.

Um möglichst praxistaugliche Konzepte zu erarbeiten, setzt das LPCU auf den Austausch mit Unternehmen und veranstaltet „Werkstatt-Gespräche“ mit Vorständen, Geschäftsführern, Personalern und Betriebsärzten. Auf Basis dessen schult das LPCU Führungskräfte. Ziel ist die Verbesserung von Führungskompetenz durch die Stärkung von Empathie, Reflexion, Selbsterkenntnis und Kommunikation. Auf diese Weise sollen die Unternehmenskultur verbessert und ein nachhaltiger, wirtschaftlicher Erfolg sichergestellt werden.

Die Karl Schlecht Stiftung ist überzeugt, dass die Prävention und der richtige Umgang mit psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz zu den Kompetenzen einer guten Führungspersönlichkeit zählen.  Daher gründete sie 2017 das LPCU an der Universität Ulm, um die Erforschung und Vermittlung dieser Führungskompetenz zu fördern.