Projekte

Ethische Wertebildung


Gute Führung braucht eine ethische Wertehaltung – sie muss vor allem fair und gewissenhaft sein. Vision der Karl Schlecht Stiftung ist es, dass weltweit durch ethische Prinzipien und ethischen Dialog Vertrauen geschaffen wird, insbesondere von den Menschen in der Wirtschaft. Deshalb setzen wir uns im Themenfeld "Ethische Wertebildung" ein für

•  die ethische Bildung von Schülern
•  den interkulturellen Wertedialog
•  ethische Standards in der Wirtschaft

 

ETHISCHE BILDUNG VON SCHÜLERN

Wirtschafts.Forscher!
www.wirtschafts-forscher.de

Wa(h)re Werte - Die Wirtschafts.Forscher! Baden-Württemberg

"In welcher Wirtschaft wollen wir leben? Und welche Werte sind für uns dabei relevant?"

Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt des Schulprogramms "Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher!", das die PwC-Stiftung mit dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und dem gemeinnützigen Verein EDUCATION Y in Kooperation mit der Karl Schlecht Stiftung in Baden-Württemberg durchführt. Das Programm will die verantwortungsbewusste Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit von jungen Menschen als Konsumenten fördern. So befassen sich Schüler der Klassen 7-10 mit ethischen Fragestellungen systematisch im Wirtschaftsunterricht.

Die Umsetzung des Programms „Wirtschafts.Forscher!“ in Baden-Württemberg wird seit 2016 durch die Karl Schlecht Stiftung gefördert und wurde 2019 um das Thema Digitalisierung erweitert.

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Akademie für Philosophische Bildung und WerteDialog
www.philosophische-bildung.de

Philosophieren als Bildungsprinzip

Die Akademie für Philosophische Bildung und WerteDialog setzt sich seit 2007 für die Verbreitung des Philosophierens als Bildungs- und Erziehungsprinzip ein. Durch Projekte, Fortbildungen und Publikationen wird die Methode der philosophischen Gesprächsführung an Kindertagesstätten, Schulen, Erzieher und Lehrer weitergeben. Insgesamt besuchen jährlich weit über 1.000 Lehrer und Erzieher die Fortbildungen der Akademie.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt das Bestreben der Akademie, die pädagogische Methode im Rahmen des Projektes "Philosophieren mit Kindern in Baden-Württemberg" auch in dieser Region zu verankern. Seit 2015 bietet die Akademie entsprechende Fortbildungen und Workshops für Kinder und Jugendliche, Erzieher und Lehrer in Baden-Württemberg an.

Interreligiösen Dialog in der Schule fördern, Gemeinsamkeiten entdecken

Das Evangelische Johannesstift Berlin hat im Rahmen seiner Kampagne „Kinder beflügeln“ 2019 das Pilotprojekt „Was uns verbindet – Fünf Weltreligionen in unserem Klassenzimmer“ initiiert, um den interreligiösen Dialog von jungen Menschen in der Schule zu erleichtern.

In Berliner Grundschulen haben bis zu 80 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund. Die meisten Kinder wissen jedoch sehr wenig über die jeweils anderen Religionen und begegnen sich – zumindest mit Blick auf den Glauben – oft mit wenig Verständnis.

Hier setzt das Projekt "Was uns verbindet" an. In speziellen Workshops sollen die Kinder die Wurzeln der fünf Weltreligionen kennenlernen und gemeinsam erarbeiten, was ihre Religionen verbindet und unterscheidet. Dabei sollen auch die von der Stiftung Weltethos entwickelten Unterrichtsmaterialien zur Weltethos-Idee zum Einsatz kommen. Das Projekt wird derzeit in der 5. Klasse einer Berliner Grundschule erprobt.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt „Was uns verbindet“, da es einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der ethischen Wertebildung in der Schule leistet.

UWC Robert Bosch College
www.uwcrobertboschcollege.de

UWC Robert Bosch College

Das "UWC Robert Bosch College Freiburg" ist Teil eines weltweiten Netzwerks von Schulen, den "United World Colleges (UWC)", die Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren eine internationale Schulbildung auf Stipendienbasis anbieten.

200 Schüler aus aller Welt leben in den UWC zwei Jahre zusammen und lernen in und neben dem Schulunterricht, sich für eine friedlichere und nachhaltigere Welt einzusetzen. Der Unterricht basiert auf einer interkulturellen und werteorientierten Erziehung mit der gezielten Förderung sozialer Fähigkeiten auch im außerschulischen Bereich. Seit 2016 ist UWC außerdem als Weltethos-Schule anerkannt und im Netzwerk der Weltethos-Schulen aktiv, die sich dadurch auszeichnen, dass sie die Weltethos-Idee nicht nur in ihr Curriculum aufnehmen, sondern auch im Schulalltag verankern. Die UWC-Schüler werden über Teil- und Vollstipendien unterstützt, damit ausschließlich ihre Motivation und nicht ihre Finanzkraft über den Zugang zum College entscheidet.

Aufgrund des überzeugenden Beitrages zur Stärkung der ethischen Bildung in der Schule finanziert die Karl Schlecht Stiftung seit 2016 zweijährige Stipendien am "UWC Robert Bosch College" in Freiburg.

Stiftung Weltethos
www.weltethos.org

Interkulturelle und -religiöse Forschung, Bildung und Begegnung

Weltethos, das ist die Vision eines globalen Bewusstseinswandels im Ethos: Menschen – ob weltweit, national oder lokal – sind für ein friedliches Zusammenleben auf gemeinsame elementare ethische Werte, Maßstäbe und Haltungen angewiesen. Die Stiftung Weltethos wurde initiiert von Prof. Dr. Hans Küng. Ziel der Stiftung Weltethos ist es, einen Grundbestand an den ethischen Normen zu formulieren, welche die Weltreligionen und die großen historischen Kulturräume miteinander verbinden.

Seit 1998 fördert die Karl Schlecht Stiftung die Stiftung Weltethos. Heute steht, neben der Entwicklung eines praxiswirksamen Ethos in der Wirtschaft, die Vermittlung der Weltethos-Idee in Kindergärten und Schulen im Vordergrund.

"Weltethos erklärt in 2 Minuten" – jetzt ansehen!

Video: "20 Jahre Stiftung Weltethos" (Dezember 2015)

WERTEDIALOG

China Centrum Tübingen
www.cct.uni-tuebingen.de

Werteaustausch mit China fördern

Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Chinas ging eine umfassende internationale Vernetzung des Landes einher, auch mit Deutschland. Um den zunehmenden Dialog mit China zu vereinfachen und erfolgreich zusammenzuarbeiten, müssen wir insbesondere die chinesischen Wertevorstellungen verstehen, welche die Wirtschaft und Gesellschaft im gegenwärtigen China stark prägen.

Zu diesem Zweck hat die Karl Schlecht Stiftung mit der Universität Tübingen das China Centrum Tübingen (CCT) gegründet, das am 21. April 2016 offiziell eröffnet wurde und eine Lücke in der aktuellen Chinaforschung schließt. Direktor ist der deutsche Sinologe Prof. Helwig Schmidt-Glintzer. In das CCT integriert wurde zudem die bislang geförderte Juniorprofessur Sinologie mit Schwerpunkt "Wirtschaftsethik", die mit Dr. Matthias Niedenführ, CCT-Vize-Direktor, besetzt ist.

Zentrale Aufgabe des CCT ist es, die aktuell in China vorherrschenden Wertevorstellungen, ethischen Normen und Geistesströmungen zu analysieren und an eine breite Öffentlichkeit zu vermitteln. Inwieweit diese Werte den Aufstieg Chinas zu einer Weltmacht erklären können, ist die Forschungsfrage der Juniorprofessor. Eine besondere Herausforderung und Alleinstellungsmerkmal des CCT ist es, die Forschungsergebnisse auch in die deutsche Wirtschaft zu transferieren, um potenzielle Konflikte in der Zusammenarbeit mit chinesischen Wirtschaftspartnern erkennen bzw. vermeiden zu helfen.

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World Ethics Institute Beijing
weibenglish.sinaapp.com

Weltethos aus chinesischer Sicht

Das World Ethics Institute Beijing (WEIB) an der Peking-Universität ist eine Forschungseinrichtung, die einen Schwerpunkt auf Ethik im Business in China legt. Direktor ist der chinesische Philosoph und Konfuzianismus-Experte Prof. Dr. Tu Weiming.

Das WEIB hat die Aufgabe, die ethischen Lehren der verschiedenen Kulturen, insbesondere der chinesischen, zu ergründen und mit der Idee eines Weltethos in der Wirtschaft zu vergleichen. Seit 2014 richtet es dazu einmal jährlich den „Discourse on Confucian Entrepreneurs“ aus. Seine Arbeit zielt zudem auf eine kritische Neubeurteilung des westlichen Modells des „Homo Oeconomicus“ und damit auf ein differenzierteres Verständnis der jüngsten globalen Krisen.

Das WEIB entstand auf Initiative von Karl Schlecht aus der Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Peking und Tübingen. Die Finanzierung stammt von Liang Wengen, Gründer des Unternehmens Sany Heavy Industry, und der Karl Schlecht Stiftung. Organisatorisch ist das WEIB eng verwoben mit dem Institute of Advanced Humanistic Studies (IAHS) der Peking-Universität, das ebenfalls von Tu Weiming geleitet wird.

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Dialogue Institute
www.dialogueinstitute.org

Wirtschaftsethischen Dialog und Werteaustausch mit den USA fördern

Das Dialogue Institute (DI) an der Temple University Philadelphia (USA) fördert seit 2008 interreligiösen und interkulturellen Werteaustausch. Unter der Leitung von Prof. Leonard Swidler leistet das Institut einen amerikanischen Beitrag zur internationalen Debatte über die Bedeutung und Umsetzung der von der Karl Schlecht Stiftung unterstützten Weltethos-Idee.

Die Karl Schlecht Stiftung fördert das Dialogue Institute seit 2017 mit dem Ziel, das Thema "Weltethos und Business" in die amerikanische Wirtschaft hineinzutragen.

Verband der Debattierclubs:
Campus-Debatten
www.vdch.de/campus-debatten/

Wettkampf im studentischen Debattieren

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt seit 2013 als Bildungspartner die Campus-Debatten, Kernstück studentischen Debattierens des Verbands der Debattierclubs an Hochschulen (VDCH). Bei den Turnieren des VDCH erörtern Studierende nach festen Regeln im sportlichen Wettkampf eine aktuelle Fragestellung aus Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft, was sie zur stetigen Verbesserung ihrer individuellen Fähigkeiten motiviert.

Die Campus-Debatten erhöhen die Sichtbarkeit des Debattierens an den Universitäten, in den Universitätsstädten und Medien. Eine Medienpartnerschaft besteht mit dem ZDF. Schirmherr der nationalen Turnierserie war bis zu seinem Tod Altbundeskanzler Helmut Schmidt.

Deutsches Lehrerforum
www.deutsches-lehrerforum.de

Deutsches Lehrerforum

Das Deutsche Lehrerforum ist eine unabhängige Initiative für engagierte Lehrer, Referendare und Lehramtsstudenten aller Fächer und Schulformen. Kernstück ist die gleichnamige Veranstaltung „Deutsches Lehrerforum“, die jährlich im September stattfindet. Der bundesweite Austausch ermöglicht den Teilnehmern, Beispiele guter Praxis in die Breite zu tragen, ihre Arbeit gemeinsam weiterzuentwickeln und ihre Anliegen gegenüber Politik, Lehrerbildung und Öffentlichkeit zu positionieren. Im Zuge der Jahresveranstaltung werden auch finanzielle Förderungen für ausgewählte Schulprojekte vergeben. Das Forum wird ergänzt durch kostenlose Webinare, die über das Jahr zur Verfügung gestellt werden. Thema des Deutschen Lehrerforums 2019 ist „Haltung zeigen! Demokratie lehren, lernen und leben“.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt das Deutsche Lehrerforum seit 2019 aufgrund dessen Beitrag zur „Ethischen Wertebildung“.

Innovationspreis ethische Weiterbildung
www.kilag.de/projekte/innovationspreis

Innovationspreis ethische Weiterbildung (IEW)

Alle zwei Jahre wird der "Innovationspreis ethische Weiterbildung" (IEW) von der Kirchlichen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg (KiLAG) verliehen, seit 2017 zusammen mit der Karl Schlecht Stiftung. Der IEW honoriert innovative Projekte der Familien- und Erwachsenenbildung, die eine an ethischen Werten orientierte Persönlichkeitsbildung fördern. Ziel ist es, deren Verbreitung und Öffentlichkeitswirkung zu steigern. Bewerben können sich Bildungsmaßnahmen (Projekte, Kurse, Seminare, Einzelveranstaltungen usw.), die praxisnah, zielgruppenorientiert und nachhaltig wirken und im Zeitraum von 2017 bis 2019 durchgeführt wurden.

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ETHISCHE STANDARDS IN DER WIRTSCHAFT

Weltethos-Institut
www.weltethos-institut.org

Ein Ethos für die globale Wirtschaft

Das Weltethos-Institut an der Universität Tübingen wurde im Mai 2011 auf Initiative der Karl Schlecht Stiftung gegründet und hat 2012 seine Arbeit aufgenommen.

Ziel des Weltethos-Instituts ist es, moralisches Handeln in der globalen Wirtschaft sowie den Dialog der Kulturen auf der Grundlage eines gemeinsamen Weltethos zu fördern. Dafür verfolgt es zum einen den Ansatz, die Idee des Ethos in der Wirtschaft zu erklären, und zum anderen, Studenten (als mögliche künftige Führungskräfte der Wirtschaft) im Sinne eines Wirtschaftsethos auszubilden. Darüber hinaus vernetzt sich das Weltethos-Institut mit Wissenschaftlern, Instituten, Organisationen und Initiativgruppen weltweit, insbesondere mit dem im Oktober 2012 gegründeten World Ethics Institute Beijing (WEIB) an der Peking-Universiät (BEIDA) in China.


Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik
www.wcge.org

Doktorandenkolleg am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik

Gefördert von der Karl Schlecht Stiftung und in Kooperation mit dem Leadership Excellence Institute Zeppelin (LEIZ) wurde am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE) im Herbst 2013 ein Doktorandenkolleg eingerichtet. Es wendet sich an engagierte, international orientierte Nachwuchswissenschaftlern, die sich in ihrer Promotion mit Fragen guter Unternehmensführung im globalen Kontext befassen.

Das Doktorandenkolleg bietet jungen Absolventen die Möglichkeit, sich drei Jahre lang intensiv mit der Rolle von Ethik in der Wirtschaft und in Unternehmen  zu beschäftigen. Dadurch soll die Fähigkeit der geförderten Doktoranden, später in Führungspositionen verantwortliche Entscheidungen zu treffen, gestärkt werden.

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sneep e.V.
www.sneep.info

sneep e.V. - Student network for ethics in economics and practice

sneep e.V. ist das größte studentische Netzwerk im deutschsprachigen Raum zum Thema Wirtschafts- und Unternehmensethik. Ziel ist die ethische Ausbildung zukünftiger Fach- und Führungskräfte an den Universitäten, vor allem in den Wirtschaftswissenschaften.

Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen sollen die Studenten zum kritischen Hinterfragen von Wirtschaft und Unternehmensführung anregen. An den Hochschulen soll ethische Unternehmensführung Bestandteil des wirtschaftswissenschaftlichen Curriculum werden.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt das Netzwerk, um das Bewusstsein für ethisches Wirtschaften schon bei jungen Menschen zu fördern. Übergeordnetes Ziel ist es, die Chancen auf "Good Leadership" in der Wirtschaft in Zeiten der Globalisierung durch Reflexion und Verantwortungsübernahme zu erhöhen.


Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik
www.dnwe.de

Wirtschaftsethischen Dialog fördern

Seit 2013 ist die Karl Schlecht Stiftung Mitglied im "Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik" (DNWE). Zweck des DNWE ist es, die praxisnahe Diskussion zwischen Wirtschaft und Wissenschaft über Fragen der Wirtschafts- und Unternehmensethik zu fördern – durch themenspezifische Arbeitskreise, Tagungen und Informationsbriefe, wie das 2017 gestartete Webmagazin "Forum Wirtschaftsethik".

Das DNWE pflegt engen Kontakt zu den europäischen Partnerorganisationen des "European Business Ethics Network" (EBEN) und unterstützt die Gründung regionaler Unterorganisationen in Deutschland.

Die Karl Schlecht Stiftung sieht das Netzwerk als geeigneten Partner an, um dem Ziel einer an ethischen Maßstäben und an der Unternehmenspraxis orientierten Wertevermittlung in der Wirtschaft näher zu kommen. Seit 2014 fördert sie neben ihrer Mitgliedschaft ausgewählte Veranstaltungen.

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