Projekte

Entrepreneurship Education


Gute Führung braucht unternehmerisches Denken und Handeln – sie muss vor allem Ziele setzen und Perspektiven eröffnen. Vision der Karl Schlecht Stiftung ist es, dass mehr Menschen ihre unternehmerischen Fähigkeiten entfalten und einen unternehmerischen Weg einschlagen. Deshalb setzen wir uns im Themenfeld "Entrepreneurship Education" ein für

•  unternehmerisches Denken und Handeln in der Schule
•  Gründungskompetenz
•  die Erforschung und Vermittlung von Entrepreneurship

 

Unternehmerisches Denken und Handeln

Förderfonds "Entrepreneurship Education"
www.stiftungbildung.com

Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit haben, die Welt von morgen aktiv mitzugestalten. Dazu benötigen sie unternehmerische Kompetenz. Der Förderfonds „Entrepreneurship Education“ der Stiftung Bildung unterstützt bestehende und geplante Projekte von Kitas, Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen, in denen Kinder und Jugendliche unternehmerisches Denken und Handeln ausprobieren können und erfahren, was es heißt, ethisch und nachhaltig zu wirtschaften.

Die Karl Schlecht Stiftung ist überzeugt, dass die frühe Entrepreneurship Education den Grundstein für eine selbstbestimmte und erfolgreiche berufliche Zukunft legt. Deshalb hat sie den Förderfonds „Entrepreneurship Education“ bei der Stiftung Bildung initiiert.

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undefined Das Bewerbungsverfahren

gründungsKompass │ Studienkompass
www.studienkompass.de

Ideen finden, Verantwortung übernehmen und Geschäftssinn entwickeln – der gründungsKompass zeigt angehenden Abiturienten die Perspektive auf, sich nach dem Studium beruflich selbständig zu machen. Im Rahmen des Hauptprogramms „Studienkompass“, das Schüler auf die Uni vorbereitet, fördert er in vier Tagen gezielt ihr unternehmerisches Denken und informiert sie rund um das Thema „Unternehmensgründung“. Damit ergänzt der gründungsKompass den Studienkompass um ein wichtiges Element für eine erfolgreiche Zukunft.

Das Hauptprogramm „Studienkompass“ richtet sich an Nichtakademikerkinder. Es begleitet sie während der letzten beiden Jahre vor dem Abitur und während der ersten beiden Semester an der Hochschule: Mit Unterstützung der Mentoren stellen die Jugendlichen einen ihren Stärken und Interessen entsprechenden Zukunftsplan auf – in dem auch Selbstständigkeit eine Rolle spielen kann – und beginnen das für sie passende Studium. Der gründungsKompass findet als integrierter Workshop für ausgewählte Studienkompass-Stipendiaten statt.

Die Karl Schlecht Stiftung ist überzeugt, dass nicht nur die Entfaltung der eigenen Talente, sondern auch die Entwicklung unternehmerischer Initiative eine wichtige Basis für ein erfolgreiches Leben und Wirken ist. Deshalb fördert sie in Baden-Württemberg nicht nur Stipendien für den Studienkompass, sondern seit 2018 auch exklusiv den gründungsKompass. Der Studienkompass ist ein Stipendienprogramm der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, der Accenture-Stiftung und der Deutsche Bank Stiftung.

Network for Teaching Entrepreneurship
www.nfte.de

Das Network for Teaching Entrepreneurship e.V. (NFTE) bietet seit 1987 ein international erprobtes Modul zur "Entrepreneurship Education" für Lehrer aller Schularten an, also ein Modul zur pädagogischen Vermittlung von unternehmerischem Denken und Handeln. NFTE ist Mitglied der Initiative "Unternehmergeist in die Schulen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und qualifiziert Lehrer zu "Certified Entrepreneurship Teachers" (CET).

Aufgrund der hohen Relevanz einer frühen "Entrepreneurship Education" fördert die Karl Schlecht Stiftung NFTE seit 2014. Ziel ist es, das Wirtschaftsverständnis und die unternehmerischen Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale bei Schülern zu fördern. Dazu gehört auch die Stärkung der Motivation, selbst unternehmerisch tätig zu werden.

Seit 2017 wird das NFTE-Programm an Hochschulen angeboten, konkret an acht Pädagogischen Hochschulen und Fachseminaren in Baden-Württemberg, um bereits angehende Lehrer für das Thema "Entrepreneurship Education" zu sensibilisieren.

Rock-it-Biz-Sommercamps
www.rockitbiz.org

Die Rock-it-Biz-Sommercamps ermöglichen Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren eine spielerische Begegnung mit dem Thema „Berufliche Selbstständigkeit“. Die Schüler werden für eine Woche zu Unternehmern: Gemeinsam gründen sie ein Start-up mit allem, was dazugehört – von der Produktidee über den Namen bis hin zum Vermarktungskonzept. Das Rock-it-Biz-Team zeigt ihnen Schritt für Schritt, wie das geht. So stärken jeden Sommer rund 60 Kinder und Jugendliche aus dem Raum Stuttgart ihren Entrepreneurship-Geist. Die Rock-it-Biz-Sommercamps fördern ihre Motivation, später selbst unternehmerische Verantwortung zu übernehmen.

Die Karl Schlecht Stiftung ist von der hohen Relevanz einer frühen Entrepreneurship Education überzeugt. Deshalb unterstützt sie die Sommercamps der gemeinnützigen Organisation „Rock it Biz“, die 2010 von erfolgreichen Unternehmern zu diesem Zweck gegründet wurde.

Social Entrepreneurship Education
www.seed.schule 

Die Initiative "Social Entrepreneurship Education" (SEEd) möchte Lehrer und Schüler für "Social Entrepreneurship" begeistern – also für eine Innovations- und Gründerkultur, die nach Lösungen für gesellschaftliche Probleme sucht. Gängige Unterrichtsmethoden sollen durch unternehmerisches Denken bereichert werden. So sollen die Schüler lernen, gesellschaftliche Herausforderungen in ihrem Umfeld zu erkennen und diese unternehmerisch zu lösen. Der Lehr- und Lernansatz von SEEd kann dabei modular in den Unterricht integriert werden. Anschließend unterstützt SEEd die außercurriculare Umsetzung der Geschäftsideen der Schüler.

Aufgrund der hohen Relevanz einer frühen Entrepreneurship Education, fördert die Karl Schlecht Stiftung SEEd seit Ende 2018 in Baden-Württemberg.

Zukunftsgründer BWEntrepreneurship Education für Schulen
www.zukunftsgruenderbw.de

Das Programm „Zukunftsgründer BW – Entrepreneurship Education für Schulen“ berät und begleitet seit Januar 2020 Lehrer in Baden-Württemberg bei der Ausbildung der Gründer von morgen. Viele Initiativen engagieren sich bereits auf hohem Niveau für die „Entrepreneurship Education“ (EE) und bieten Schulen praktische Projekte wie Schülerfirmen, stellen Lernmaterialien zur Verfügung und veranstalten Workshops – eine gute Basis. Häufig fehlt an den Schulen jedoch das Wissen um diese Angebote. „Zukunftsgründer BW“ bietet in seinen Räumlichkeiten im Stuttgarter Osten Lehrern eine Anlaufstelle für die Beratung über die EE-Initiativen, stellt den Kontakt zum passenden Partner her und fördert auch die Vernetzung der Initiativen selbst. So soll die schulische EE in Baden-Württemberg verbessert werden.

Die Karl Schlecht Stiftung hat „Zukunftsgründer BW“ zusammen mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) initiiert. Denn eine frühe EE fördert die Entwicklung zur unternehmerischen Persönlichkeit und legt den Grundstein für eine erfolgreiche und selbstbestimmte berufliche Zukunft. Die DKJS setzt das Programm als Trägerin um.

Gründungskompetenz

Institute for Human Engineering & Empathic Design Pforzheim
www.hs-pforzheim.de/forschung/institute/heed

Nur wenige Studierende ziehen den Aufbau einer eigenen Firma in Betracht. Wie groß das Potenzial für eine aktive Gründerszene gleichwohl ist, wird an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim deutlich. Jedes Semester werden hier auf der traditionellen Werkschau hochgradig innovative Prototypen als Abschluss- oder Semesterarbeiten präsentiert.

Um Studenten zur unternehmerischen Umsetzung ihrer Idee zu motivieren, hat die Hochschule zum Wintersemester 2016/17 das Institute for Human Engineering & Empathic Design (HEED) eröffnet. Dort sollen Ideen, Personen und Wissen gezielt zusammengeführt werden. Das Institut umfasst die Bereiche Gestaltung, Wirtschaft, Recht und Technik und bildet damit den gesamten Produktionszyklus von der Idee über die Umsetzung bis zur Vermarktung ab. Durch die Zusammenarbeit in Teams soll zudem Empathie als Erfolgsmoment von Innovation und Unternehmung gefördert werden. Ein erstes Angebot, das diesem Anspruch folgt, ist der Gründertalk "starTUB", bei dem sich Studierende mit hochmotivierten Gründern in lockerer Atmosphäre austauschen können.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt HEED, da es einen ganzheitlichen Ansatz der Entwicklung einer unternehmerischen Persönlichkeit verfolgt.

Social Impact Lab Stuttgart
stuttgart.socialimpactlab.eu

Das „Social Impact Lab Stuttgart“ unterstützt Gründerteams für Sozialunternehmen in der Start- und Gründungsphase mit dem Stipendienprogramm „Wirkungsschaffer“. Das Stipendium beinhaltet professionelle Coachings, Workshops und einen Arbeitsplatz in einem Co-Working Space. Ziel ist es, solche Startups zu unterstützen, die mit ihren Konzepten gesellschaftliche Herausforderungen unternehmerisch lösen möchten, sogenannte „Social Startups“. Die Gründer können die Infrastruktur des „Social Impact Lab“ acht Monate lang nutzen, um ihre Idee in die Tat umzusetzen und Zugang zu Finanzierungen zu bekommen.

Die gemeinnützige Dachorganisation „Social Impact gGmbH“ ist an sieben Orten Deutschlands als Startup-Zentrum mit eigenen Räumlichkeiten vertreten. Das „Social Impact Lab Stuttgart“ wurde im September 2017 in der Merz Akademie eröffnet.

Die Karl Schlecht Stiftung fördert das "Social Impact Lab", da sie von der hohen Relevanz von verantwortungsvollem Unternehmertum überzeugt ist.

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undefined „Neue Stipendiaten im 'Social Impact Lab Stuttgart'" (08.01.2020)

Erforschung und Vermittlung von Entrepreneurship

KSG Entrepreneurship Research Award
www.fgf-ev.de

Seit 2014 lobt die Karl Schlecht Stiftung den "KSG Entrepreneurship Research Award" für innovative Studien im Bereich Unternehmensführung aus. Er wird in Kooperation mit dem Förderkreis Gründungs-Forschung e.V. (FGF) vergeben. Wichtigstes Kriterium ist die Relevanz für die Entrepreneurship-Forschung und -Praxis. Folgende Arbeiten wurden bisher mit dem KSG-Award ausgezeichnet:

  • 2019: Kindred spirits: The influence of cognitive frame similarity on contingency planning in strategic alliances
  • 2018 (zwei Preise): SME innovativeness in a dynamic environment: Is there any value in combining causation and effectuation?/The fallacy problem of entrepreneur
  • 2017: Does digital capital trigger employees’ corporate entrepreneurship decisions? The moderating role of personal initiative and digital fluency
  • 2016: Is Wisdom of the Crowd a Positive Signal? Effects of Crowdfinancing on subsequent Venture Capital Selection
  • 2015: The Impact of Firm Entry Deregulation on Hybrid Entrepreneurship
  • 2014: The differential impact of societal cultural practices on part-time and full-time entrepreneurship: A multilevel, multi-country study