Projekte

Entrepreneurship Education


Gute Führung braucht unternehmerisches Denken und Handeln – sie muss vor allem Ziele setzen und Perspektiven eröffnen. Vision der Karl Schlecht Stiftung ist es, dass mehr Menschen ihre unternehmerischen Fähigkeiten entfalten und einen unternehmerischen Weg einschlagen. Deshalb setzen wir uns im Themenfeld "Entrepreneurship Education" ein für

•  unternehmerisches Denken und Handeln in der Schule
•  Gründungskompetenz
•  die Erforschung und Vermittlung von Entrepreneurship

 

UNTERNEHMERISCHES DENKEN UND HANDELN

Förderfonds "Entrepreneurship Education"
www.stiftungbildung.com/entrepreneurship-education

Förderfonds "Entrepreneurship Education":
Unternehmerisch denken und handeln – ethisch und nachhaltig wirtschaften

Wie will ich leben? Ist Wirtschaft eigentlich gerecht? Was kann ich als Einzelner für eine faire Wirtschaft und Gesellschaft tun? Kinder und Jugendliche machen sich bereits vielfältige Gedanken über eine lebenswerte Zukunft. Hierauf braucht es Antworten – damit junge Menschen ihre Zukunft und die der Gesellschaft erfolgreich (mit)gestalten können.

Die Karl Schlecht Stiftung hat deshalb mit der Stiftung Bildung den Förderfonds "Entrepreneurship Education" aufgelegt, um bundesweit schulische Projekte zu unterstützen, die unternehmerisches Denken und Handeln von Schülern stärken – vor dem Leitbild eines ethischen und nachhaltigen Wirtschaftens. Darüber hinaus soll die positive Einstellung von Schülern zu Selbständigkeit und nachhaltigem Unternehmertum gefördert werden.

Bewerben können sich alle weiterführenden Schulen mit bestehenden oder neuen Projekten zur Förderung des verantwortungsvollen unternehmerischen Denkens und Handelns (z.B. Schülerfirmen, AGs/ Clubs, Planspielen, Repair-Cafés, Maker-Garagen, Projekte zur nachhaltigen Energieversorgung, Nimm-und-Gib-Läden).

Mehr zum Bewerbungsverfahren!

Rock it Biz
www.rockitbiz.org

Rock it Biz-Sommercamps - Unternehmertum ausprobieren

"Rock it Biz" ist eine gemeinnützige Organisation, die 2010 von erfolgreichen Unternehmern gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen die Grundsätze für Unternehmertum zu zeigen und ihren Unternehmergeist zu entfachen. Schüler der Klassen 6-9 können durch "Rock it Biz" selbst zum Unternehmesgründer werden: Im Verbund mit ihren Klassenkameraden können sie ein eigenes Unternehmen gründen – "Rock it Biz" zeigt ihnen Schritt für Schritt, wie das geht.

Aufgrund der hohen Relevanz einer frühen "Entrepreneurship Education" fördert die Karl Schlecht Stiftung die Rock it Biz-Sommercamps in Stuttgart.

Social Entrepreneurship Education
www.seed.schule 

Social Entrepreneurship Education (SEEd)

Die Initiative "Social Entrepreneurship Education" (SEEd) möchte Lehrer und Schüler für das Thema "Social Entrepreneurship" begeistern - also für eine Innovations- und Gründerkultur, die nach Lösungen für gesellschaftliche Probleme sucht. Gängige Unterrichtsmethoden in der Schule sollen durch unternehmerische Methoden aus der Wirtschaft bereichert werden, gesellschaftliche Herausforderungen in ihrem Umfeld zu erkennnen und unternehmerisch zu lösen, also selbst in die Hand zu nehmen. Der Lehr- und Lernansatz von SEEd kann dabei modular in den Unterricht integriert werden. Anschließend unterstützt SEEd die außercurriculare Umsetzung der Geschäftsideen der Schüler.

Aufgrund der hohen Relevanz einer frühen Entrepreneurship Education, fördert die Karl Schlecht Stiftung SEEd seit Ende 2018 in Baden-Württemberg.

Network for Teaching Entrepreneurship
www.nfte.de

Unternehmergeist in Schulen fördern

Das Network for Teaching Entrepreneurship e.V. (NFTE) bietet seit 1987 ein international erprobtes Modul zur "Entrepreneurship Education" für Lehrer aller Schularten an, also ein Modul zur pädagogischen Vermittlung von unternehmerischem Denken und Handeln. NFTE ist Mitglied der Initiative "Unternehmergeist in die Schulen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und qualifiziert Lehrer zu "Certified Entrepreneurship Teachers" (CET).

Aufgrund der hohen Relevanz einer frühen "Entrepreneurship Education" fördert die Karl Schlecht Stiftung NFTE seit 2014. Ziel ist es, das Wirtschaftsverständnis und die unternehmerischen Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale bei Schülern zu fördern. Dazu gehört auch die Stärkung der Motivation, selbst unternehmerisch tätig zu werden.

Seit 2017 wird das NFTE-Programm an Hochschulen angeboten, konkret an acht Pädagogischen Hochschulen und Fachseminaren in Baden-Württemberg, um bereits angehende Lehrer für das Thema "Entrepreneurship Education" zu sensibilisieren.

Vom Lernenden zum Lehrenden
www.worldskillsgermany.com

Vom Lernenden zum Lehrenden – gründe ein Projektunternehmen

Bei vielen Programmen zur „Entrepreneurship Education“ werden Auszubildende wenig oder gar nicht berücksichtigt. Das Projekt „Vom Lernenden zum Lehrenden“ setzt hier an. Es möchte das unternehmerische Denken und Handeln von Azubis im Rahmen ihrer Berufsschulen fördern.

In einem Ideenwettbewerb werden die Azubis dazu aufgerufen, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das ihren Beruf anderen näherbringen soll. Ein Schuljahr lang erhalten die Teilnehmer in ihrer Berufsschule Workshops, Coaching und Beratung zur Unternehmensgründung. Ziel ist die Sensibilisierung für Ideen zur Selbständigkeit, die Befähigung zur Unternehmensgründung und die Förderung von Kreativität und Lösungsorientierung.

Träger des Projekts ist die Organisation „WorldSkills Germany“, die die Weltmeisterschaften der Berufe organisiert. Die Karl Schlecht Stiftung fördert „Von Lernenden lernen“, da es die Lücke in der „Entrepreneurship Education“ von Auszubildenden schließt.

gründungsKompass
www.studienkompass.de

Nichtakademiker-Kinder für's Studium motivieren

Der gründungsKompass bietet Schülern an der Schwelle zum Abitur eine intensive Schulung ihres unternehmerischen Denkens und Handelns. Er findet im Rahmen des Stipendienprogramms "Studienkompass" statt, den die Karl Schlecht Stiftung bereits seit 2013 in Baden-Württemberg fördert. In viertägigen Extraworkshops für ausgewählte Studienkompass-Stipendiaten erweitert der gründungsKompass die Studien- und Berufsberatung des Studienkompass' um das Thema "Unternehmensgründung".

Die Karl Schlecht Stiftung fördert den gründungsKompass, da er bildungsbenachteiligte Jugendliche nicht nur bei der Frage "Studium oder Ausbildung?" unterstützt, sondern ihnen auch die Option "Selbständigkeit" aufzeigt und erste Grundlagen hierfür legt.

Unternehmergeist erleben!
www.rkw-kompetenzzentrum.de

Unternehmergeist erleben!  Förderung von "Entrepreneurship Education"
an Schulen und Hochschulen

Das Projekt „Unternehmergeist erleben!“ hat zum Ziel, die „Entrepreneurship Education“ an Schulen und Hochschulen in Baden-Württemberg zu stärken. Schülern soll unternehmerisches Denken und Handeln durch praktische Kreativübungen vermittelt werden. Lehramtsstudenten sollen sich der pädagogischen und gesellschaftlichen Relevanz der „Entrepreneurship Education“ bewusst werden und in der Lage sein, die unternehmerischen Kompetenzen ihrer Schüler zu fördern.

Das RKW Kompetenzzentrum führt dazu insgesamt 14 Workshops an Schulen und Hochschulen durch, in denen Schüler und Lehramtsstudenten „Entrepreneurship Education“ selbst erfahren können. Der Fokus liegt auf den drei Schlüsselkompetenzen Kreativität, Experimentierfreude und Selbstwirksamkeit.

Die Karl Schlecht Stiftung fördert „Unternehmergeist erleben!“, da es jungen Menschen ermöglicht, sich intensiv ihrer persönlichen Stärken und ökonomischen wie gesellschaftlichen Wirksamkeit bewusst zu werden.

Mehr zum Angebot im Projektflyer!

GRÜNDUNGSKOMPETENZ

Social Impact Lab Stuttgart
stuttgart.socialimpactlab.eu

Starthilfe für „Social Startups“

Das „Social Impact Lab Stuttgart“ unterstützt Gründerteams für Sozialunternehmen in der Start- und Gründungsphase mit dem Stipendienprogramm „Wirkungsschaffer“. Das Stipendium beinhaltet professionelle Coachings, Workshops und einen Arbeitsplatz in einem Co-Working Space.

Ziel ist es, solche Startups zu unterstützen, die mit ihren Konzepten gesellschaftliche Herausforderungen unternehmerisch lösen möchten, sogenannte „Social Startups“. Die Gründer können die Infrastruktur des „Social Impact Lab“ acht Monate lang nutzen, um ihre Idee in die Tat umzusetzen und Zugang zu Finanzierungen zu bekommen.

Die gemeinnützige Dachorganisation „Social Impact gGmbH“ ist an sieben Orten Deutschlands als Startup-Zentrum mit eigenen Räumlichkeiten vertreten. Das „Social Impact Lab Stuttgart“ wurde im September 2017 in der Merz Akademie eröffnet. Aufgrund der hohen Relevanz von verantwortungsvollem Unternehmertum fördert die Karl Schlecht Stiftung das „Social Impact Lab Stuttgart“ für drei Jahre.


Institute for Human Engineering & Empathic Design Pforzheim
www.hs-pforzheim.de/forschung/institute/heed

Institute for Human Engineering & Empathic Design Pforzheim

Nur wenige Studierende ziehen den Aufbau einer eigenen Firma in Betracht. Wie groß das Potenzial für eine aktive Gründerszene gleichwohl ist, wird an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim deutlich. Jedes Semester werden hier auf der traditionellen Werkschau hochgradig innovative Prototypen als Abschluss- oder Semesterarbeiten präsentiert.

Um Studenten zur unternehmerischen Umsetzung ihrer Idee zu motivieren, hat die Hochschule zum Wintersemester 2016/17 das Institute for Human Engineering & Empathic Design (HEED) eröffnet. Dort sollen Ideen, Personen und Wissen gezielt zusammengeführt werden. Das Institut umfasst die Bereiche Gestaltung, Wirtschaft, Recht und Technik und bildet damit den gesamten Produktionszyklus von der Idee über die Umsetzung bis zur Vermarktung ab. Durch die Zusammenarbeit in Teams soll zudem Empathie als Erfolgsmoment von Innovation und Unternehmung gefördert werden. Ein erstes Angebot, das diesem Anspruch folgt, ist der Gründertalk "starTUB", bei dem sich Studierende mit hochmotivierten Gründern in lockerer Atmosphäre austauschen können.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt HEED für die nächsten drei Jahre bis Herbst 2019, da es einen ganzheitlichen Ansatz der Entwicklung einer unternehmerischen Persönlichkeit verfolgt.

Co-Founder Space
co-founder.space

Co-Founder Space

In Deutschland existieren etwa 100 studentische Gründungsinitiativen mit über 10.000 Mitgliedern – ein beachtliches Potenzial an Ideen und Innovationen. Viele Ideen werden jedoch nicht erfolgreich umgesetzt, da das richtige Gründungsteam fehlt. Mitgründer, die weitere Perspektiven und Kompetenzen in das Unterfangen mit einbringen, sind jedoch häufig entscheidend für den Erfolg. Das Projekt "Co-Founder Space" in Pforzheim setzt hier an – es möchte gezielt interdisziplinäre Teams zusammenbringen, um studentische Gründung zu erleichtern und den Gründungserfolg zu verbessern. Dazu organisiert "Co-Founder Space" die virtuelle und physische Vernetzung, unter anderem durch Workshops, die Wissen zur Unternehmersgründung im Team vermitteln. Einen Mehrwert im Vergleich zu anderen Initiativen bieten vor allem die persönlichen und moderierten Treffen der potentiellen Gründerteams.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt "Co-Founder Space", da es die unternehmerische Persönlichkeit von Studenten praxisbezogen fördert.

ERFORSCHUNG UND VERMITTLUNG VON ENTREPRENEURSHIP

KSG Entrepreneurship Research Award
www.fgf-ev.de

KSG Entrepreneurship Award

Seit 2014 lobt die Karl Schlecht Stiftung den "KSG Entrepreneurship Award" für innovative Studien aus. Er wird in Kooperation mit dem Förderkreis Gründungs-Forschung e.V. (FGF) vergeben. Wichtigstes Kriterium ist die Relevanz für die Entrepreneurship-Forschung und -Praxis. Folgende Arbeiten wurden bisher mit dem KSG-Award ausgezeichnet:

2018 - zwei Preise:

Prof. Dr. Marcus Dejardin (University of Namur), Prof. Dr. Johanna Vanderstraeten (University of Antwerp), Prof. Dr. Julie Hermans (Université catholique de Louvain), Prof. Dr. Arjen van Witteloostuijn (Vrije Universiteit Amsterdam), Titel: SME innovativeness in a dynamic environment: Is there any value in combining causation and effectuation?

Daniel Blaseg (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Prof. Dr. Armin Schwienbacher (SKEMA Business School); Titel: The fallacy problem of entrepreneurs

2017: Prof. Dr. Matthias Baum, Prof. Dr. Tanja Rabl (TU Kaiserslautern), Titel: Does digital capital trigger employees’ corporate entrepreneurship decisions? The moderating role of personal initiative and digital fluency

2016: Michael Maximilian Mödl (Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, München), Titel: Is Wisdom of the Crowd a Positive Signal? Effects of Crowdfinancing on subsequent Venture Capital Selection

2015: Matthias Schulz, Vivien Procher und Diemo Urbig (alle Jackstädtzentrum für Unternehmertums- und Innovationsforschung an der Bergischen Universität Wuppertal), Titel: The Impact of Firm Entry Deregulation on Hybrid Entrepreneurship

2014: Andreas Landgraf, Prof. Dr. Jörn Block (beide Universität Trier) und Prof. Dr. Thorsten Semrau (Universität zu Köln), Titel: The differential impact of societal cultural practices on part-time and full-time entrepreneurship: A multilevel, multi-country study