Projekte

Ethik


Die Karl Schlecht Stiftung will eine an ethischen Werten orientierte Persönlichkeitsbildung bei Studierenden und angehenden oder bereits leitenden Führungskräften fördern. Sie will darüber hinaus Impulse für die universitäre Forschung und Lehre zu universellen ethischen Normen und Prinzipien geben. Der Stiftung liegt besonders die Verankerung eines ethischen Bewusstseins in der Wirtschaft am Herzen. 

Innerhalb ihres Förderbereiches "Ethik" fördert die Karl Schlecht Stiftung derzeit folgende Projekte und Institutionen:

 

Weltethos-Institut
www.weltethos-institut.org

Ein Ethos für die globale Wirtschaft

Das Weltethos-Institut an der Universität Tübingen wurde im Mai 2011 auf Initiative der Karl Schlecht Stiftung gegründet und hat 2012 seine Arbeit aufgenommen.

Ziel des Weltethos-Instituts ist es, moralisches Handeln in der globalen Wirtschaft sowie den Dialog der Kulturen auf der Grundlage eines gemeinsamen Weltethos zu fördern. Dafür verfolgt es zum einen den Ansatz, die Idee des Ethos in der Wirtschaft zu erklären, und zum anderen, Studenten (als mögliche künftige Führungskräfte der Wirtschaft) im Sinne eines Wirtschaftsethos auszubilden. Darüber hinaus vernetzt sich das Weltethos-Institut mit Wissenschaftlern, Instituten, Organisationen und Initiativgruppen weltweit, insbesondere mit dem im Oktober 2012 gegründeten World Ethics Institute Beijing (WEIB) an der Peking-Universiät (BEIDA) in China.

Stiftung Weltethos
www.weltethos.org

Interkulturelle und -religiöse Forschung, Bildung und Begegnung

Weltethos, das ist die Vision eines globalen Bewusstseinswandels im Ethos: Menschen – ob weltweit, national oder lokal – sind für ein friedliches Zusammenleben auf gemeinsame elementare ethische Werte, Maßstäbe und Haltungen angewiesen. Die Stiftung Weltethos wurde initiiert von Prof. Dr. Hans Küng. Ziel der Stiftung Weltethos ist es, einen Grundbestand an den ethischen Normen zu formulieren, welche die Weltreligionen und die großen historischen Kulturräume miteinander verbinden.

Seit 1998 fördert die Karl Schlecht Stiftung die Stiftung Weltethos. Heute steht, neben der Entwicklung eines praxiswirksamen Ethos in der Wirtschaft, die Vermittlung der Weltethos-Idee in Kindergärten und Schulen im Vordergrund.

Jetzt das Video "20 Jahre Stiftung Weltethos" (Dezember 2015) ansehen!

Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE)
www.dnwe.de

Wirtschaftsethischen Dialog fördern

Seit 2013 ist die Karl Schlecht Stiftung Mitglied im "Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik" (DNWE). Zweck des DNWE ist es, die praxisnahe Diskussion zwischen Wirtschaft und Wissenschaft über Fragen der Wirtschafts- und Unternehmensethik zu fördern – durch themenspezifische Arbeitskreise, Tagungen und Informationsbriefe.

Das DNWE pflegt engen Kontakt zu den europäischen Partnerorganisationen des "European Business Ethics Network" (EBEN) und unterstützt die Gründung regionaler Unterorganisationen in Deutschland.

Die Karl Schlecht Stiftung sieht das Netzwerk als geeigneten Partner an, um dem Ziel einer an ethischen Maßstäben und an der Unternehmenspraxis orientierten Wertevermittlung in der Wirtschaft näher zu kommen. Seit 2014 fördert sie neben ihrer Mitgliedschaft ausgewählte Veranstaltungen.

China Centrum Tübingen (CCT)
www.cct.uni-tuebingen.de

Werteaustausch mit China fördern

Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Chinas ging eine umfassende internationale Vernetzung des Landes einher, auch mit Deutschland. Um den zunehmenden Dialog mit China zu vereinfachen und erfolgreich zusammenzuarbeiten, müssen wir insbesondere die chinesischen Wertevorstellungen verstehen, welche die Wirtschaft und Gesellschaft im gegenwärtigen China stark prägen.

Zu diesem Zweck hat die Karl Schlecht Stiftung mit der Universität Tübingen das China Centrum Tübingen (CCT) gegründet, das am 21. April 2016 offiziell eröffnet wurde und eine Lücke in der aktuellen Chinaforschung schließt. Direktor ist der deutsche Sinologe Prof. Helwig Schmidt-Glintzer. In das CCT integriert wurde zudem die bislang geförderte Juniorprofessur Sinologie mit Schwerpunkt "Wirtschaftsethik", die mit Dr. Matthias Niedenführ besetzt ist.

Zentrale Aufgabe des CCT ist es, die aktuell in China vorherrschenden Wertevorstellungen, ethischen Normen und Geistesströmungen zu analysieren und an eine breite Öffentlichkeit zu vermitteln. Inwieweit diese Werte den Aufstieg Chinas zu einer Weltmacht erklären können, ist die Forschungsfrage der Juniorprofessor. Eine besondere Herausforderung - und Alleinstellungsmerkmal des CCT - ist es, die Forschungsergebnisse auch in die deutsche Wirtschaft zu transferieren, um potenzielle Konflikte in der Zusammenarbeit mit chinesischen Wirtschaftspartnern erkennen bzw. vermeiden zu helfen.

dialog e.V. – Vereinigung deutscher und russischer Ökonomen
www.dialog-ev.org

20. dialog-Symposium "Wirtschaftliche Integrationsräume"

"dialog e.V. – Vereinigung deutscher und russischer Ökonomen" versteht sich als Bindeglied für alle Personen, die bereits am deutsch-russischen Wirtschaftsleben teilnehmen oder zukünftig teilnehmen werden. Der 1997 gegründete Verein will den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Russland stärken und zum gegenseitigen Verständnis von Besonderheiten und Herausforderungen beitragen. Dazu organisiert er Veranstaltungen und Projekte, die den Dialog zwischen Vereinsmitgliedern und mit externen Partnern aus beiden Ländern fördern.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt das 20. dialog-Symposium "Wirtschaftliche Integrationsräume", das vom 5.-7. Mai 2017 am Weltethos-Institut Tübingen stattfindet. Ziel ihres Engagements ist es, den internationalen Werteaustausch zu "Guter Führung" (Good Leadership) in der Wirtschaft zu fördern. An dem Symposium nehmen Delegationen der verschiedenen Regionalgruppen des dialog e.V. teil (Berlin, Moskau, Frankfurt, St. Petersburg, Leipzig, Tomsk, Chemnitz, Tübingen).

Dialogue Institute
www.dialogueinstitute.org

Wirtschaftsethischen Dialog und Werteaustausch mit den USA fördern

Das Dialogue Institute an der Temple University Philadelphia (USA) fördert seit 2008 interreligiösen und interkulturellen Werteaustausch. Unter der Leitung von Prof. Leonard Swidler leistet das Institut einen amerikanischen Beitrag zur internationalen Debatte über die Bedeutung und Umsetzung der von der Karl Schlecht Stiftung unterstützten Weltethosidee. Ziel der Förderung durch die Karl Schlecht Stiftung ist eine Veranstaltungsreihe zum Thema "Weltethos und Business" im Jahr 2017/2018, welche helfen soll, die Weltethosidee und ihren dialogischen, persönlichkeitsbezogenen Kern in die amerikanische Wirtschaft hineinzutragen.

Forschungszentrum Internationale und Interdisziplinäre Theologie (FIIT)
www.fiit.uni-heidelberg.de/fiit

Global Network of Research Centers for Theology, Religious and Christian Studies -  Stipendien am FIIT

Seit 2013 unterstützt die Karl Schlecht Stiftung das "Global Network of Research Centers for Theology, Religious and Christian Studies". Das Global Network geht auf eine Initiative des FIIT (Forschungszentrum für Internationale und Interdisziplinäre Theologie) an der Universität Heidelberg zurück und möchte den wertebasierten Austausch von internationalen Nachwuchswissenschaftlern fördern. Die Karl Schlecht Stiftung finanziert insgesamt fünf Stipendien à 6.000,- EUR pro Jahr, um die Entwicklung eines erfolgswirksamen Ethos (Haltung) bei den Stipendiaten zu unterstützen.

Jahr des Vertrauens
www.jahr-des-vertrauens.de

Jahr des Vertrauens

Die gemeinnützige St. Leonhards-Akademie veranstaltet mit dem Weltethos-Institut Tübingen 2017-2018 das "Jahr des Vertrauens", eine Veranstaltungsreihe zur Vertrauensbildung. Vertrauen ist die Voraussetzung für ein fruchtbares Miteinander der Menschen. Damit ist es die Grundlage für eine erfolgreiche Gesellschaft. Im
"Jahr des Vertrauens" werden vier Kontexte kritisch betrachtet, in denen Vertrauen besonders relevant ist: die Politik, die Medizin, die Wirtschaft und die Medien. In vier öffentlichen Talkrunden soll mit allen Interessierten über die Frage diskutiert werden, auf welche Weise Führungskräfte aus Staat, Wirtschaft und Gesellschaft das Vertrauen der Menschen in diesen Kontexten stärken könnten und sollten. Die Veranstaltungen finden in Tübingen, München, Düsseldorf und Hamburg statt.

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Netzwerk Plurale Ökonomik e.V.
www.plurale-oekonomik.de

Netzwerk Plurale Ökonomik e.V. - Sommerakademie

Die Weltwirtschaft steht vor großen Herausforderungen, z.B. Klimawandel, Protektionismus und globaler Ungleichheit. Doch in der wirtschaftswissenschaftlichen Lehre tauchen diese Themen kaum auf. Studierende der Ökonomik werden zu "Modell-Ästheten" ausgebildet: Sie lernen, mathematische Modelle zu lösen und Datenmengen statistisch zu verarbeiten – sind jedoch selten dazu angehalten, sich unter ethisch-moralischen Aspekten mit wirtschaftlichen Mechanismen auseinanderzusetzen..

Das Netzwerk Plurale Ökonomik e.V. und die Evangelische Akademie Thüringen richten als Gegenentwurf hierzu eine Sommerakademie aus, die sich mit alternativen ökonomischen Denkmodellen befasst. Die Sommerakademie bietet rund 100 Studenten die Möglichkeit, sich eine Woche lang intensiv mit Denkschulen der Wirtschaftswissenschaft zu beschäftigen, die in ihrem Studium nicht vorkommen.

Die erste Sommerakademie für Plurale Ökonomik findet vom 4. bis zum 11. August 2017 im Zinzendorfhaus Neudietendorf statt. Sie wird unterstützt von der Karl Schlecht Stiftung, dem Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung, dem Club of Rome, dem Institute for New Economic Thinking, der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung und dem Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium.

Philosophie-Festival der Liebe
www.becomelove.de

3. Philosophie-Festival der Liebe

Das Thema "Der Arbeitsalltag und die Liebe zum Tun" ist für die Karl Schlecht Stiftung ein Teil ihrer Leitidee "Good Leadership". Nur wer sich selbst gut führt, kann auch andere Menschen führen. Um diesen Gedanken zu prüfen, hat die Karl Schlecht Stiftung 2017 zum ersten Mal das "Philosophie-Festival der Liebe" unterstützt, mit der Hoffnung, eine motivierende Wirkung in verschiedenen gesellschaftlichen Führungskreisen zu erzielen, insbesondere in der Wirtschaft.

Das 3. "Philosophie-Festival der Liebe" fand mit Unterstützung der Karl Schlecht Stiftung vom 7.-9. April 2017 in Berlin statt. Ziel der Veranstaltung war es, durch öffentliche Vorträge, Diskussionen und Erlebnis-Workshops die Rolle der Liebe in der heutigen Gesellschaft zu thematisieren. Von "Liebe und Geld" über "Liebe und Politik" bis zu "Liebe und Umwelt" hatten die rund 150 Festival-Teilnehmer zahlreiche Möglichkeiten, das Thema "Liebe" neu zu verstehen und neu zu denken. Das nächste "Philosophie-Festival der Liebe" ist für den 6.-8. April 2018 geplant.

Stiftung Globale Werte Allianz
www.globalewerteallianz.ch

Ethische Werte und Normen umsetzen

Die Stiftung Globale Werte Allianz, gegründet 2013 von Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Leisinger und Karin M. Schmitt, ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Basel, welche sich die praktische Umsetzung ethischer Werte und Normen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zur Aufgabe macht. Als Kombination aus Denkfabrik und operativ arbeitender Stiftung übernimmt sie die Anwaltschaft für die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, des UN Global Compact und für ein auf interkulturell, interreligiös und international anerkannten Werten beruhendes Wirtschaftsethos. Sie setzt dabei auf strategische Forschungs- und Anwendungs-Partnerschaften mit Organisationen und Institutionen im In- und Ausland.

World Ethics Institute Beijing (WEIB)

Weltethos aus chinesischer Sicht
Das World Ethics Institute Beijing (WEIB) an der Peking-Universität ist die erste Forschungseinrichtung Chinas, die einen Schwerpunkt auf universale Ethik, insbesondere in der Wirtschaft, legt. Direktor ist der chinesische Philosoph und Konfuzianismus-Experte Prof. Dr. Tu Weiming.

Das WEIB hat die Aufgabe, die ethischen Lehren der verschiedenen Kulturen, insbesondere der chinesischen, zu ergründen und mit der Idee eines Weltethos in der Wirtschaft abzugleichen. Seit 2014 richtet es dazu einmal jährlich den „Discourse on Confucian Entrepreneurs“ aus. Seine Arbeit zielt zudem auf eine kritische Neubeurteilung des westlichen Modells des „Homo Oeconomicus“ und damit auf ein differenzierteres Verständnis der jüngsten globalen Krisen.

Das WEIB entstand auf Initiative von Karl Schlecht aus der Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Peking und Tübingen. Die Finanzierung stammt von Liang Wengen, Gründer des Unternehmens Sany Heavy Industry, und der Karl Schlecht Stiftung. Organisatorisch ist das WEIB eng verwoben mit dem Institute of Advanced Humanistic Studies (IAHS) der Peking-Universität, das ebenfalls von Tu Weiming geleitet wird.

Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE)
www.wcge.org

Doktorandenkolleg am WZGE

Gefördert von der Karl Schlecht Stiftung und in Kooperation mit dem Leadership Excellence Institute Zeppelin (LEIZ) wurde am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE) im Herbst 2013 ein Doktorandenkolleg eingerichtet. Es wendet sich an engagierte, international orientierte Nachwuchswissenschaftler/innen, die sich in ihrer Promotion mit Fragen guter Unternehmensführung im globalen Kontext befassen.

Das Doktorandenkolleg bietet jungen Absolventen die Möglichkeit, sich drei Jahre lang intensiv mit der Rolle von Ethik in der Wirtschaft und in Unternehmen  zu beschäftigen. Dadurch soll die Fähigkeit der geförderten Doktoranden, später in Führungspositionen verantwortliche Entscheidungen zu treffen, gestärkt werden.

Zusätzlich fördet die Karl Schlecht Stiftung seit 2016 die Wittenberger Herbstakademie.

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