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„Truth & Business“ – ein interdisziplinäres Seminar an der Universität Tübingen

(c) KSG

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Das Blockseminar „Truth and Business: An Introduction Through World Literature“ mit Dr. Jonathan Keir fand vom 18.-20. Juni trotz Hitze und Zoom-Fatigue erfolgreich statt. 15 Studierende aus verschiedensten Fachbereichen kamen für ein langes Wochenende zusammen, um sich mit Fragen der Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit im Wirtschaftsalltag kritisch auseinanderzusetzen. Anders als übliche Lehrveranstaltungen in ihren jeweiligen Fachbereichen mussten alle Teilnehmer sich nicht nur als heutige Studierende, sondern als angehende, künftige Führungskräfte vorstellen, die irgendwann Verantwortung vor allem auch für jüngere Menschen übernehmen wollen.

Am Montag 28. Juni 2021 findet im Rahmen der Ringvorlesung „Kulturen der Humanität“ des Weltethos-Instituts ein weiterer Vortrag von Dr. Keir zum Thema „Humanität in der Weltliteratur“ statt. Hier zur kostenlosen Veranstaltung anmelden. 

Hauptziel des Blockseminars war, Studierende aus allen Fachbereichen die Möglichkeit zu geben, sich mit eigenen Sinnfragen und eventuellen Verantwortungsentscheidungen zu beschäftigen. Vor diesem Hintergrund wurden Themen wie der Sinn und Zweck der humanistischen Bildung, Machtfragen und „Truth to Power“-Strategien, aber auch die Herausforderungen einer humanen Digitalisierung und die Beziehung zwischen Meritokratie und Gerechtigkeit lebhaft diskutiert. Hier geht es zum Mittschnitt des Vortrags bei Youtube.

Weltautoren aus dem 20. und 21. Jahrhundert (wie Leila Slimani, Natalia Ginzburg, Ngugi wa Thiong’o, David Mitchell und zahlreiche andere) wurden präsentiert bzw. als Weiterlektüren empfohlen. Sowohl das „Projekt Weltethos“ von Hans Küng als auch die welthumanistischen Ansätze von Tu Weiming und Erich Fromm dienten als philosophischer Hintergrund zum Seminar. Aufgabe für die Studierenden ist es über das Seminar hinaus, sich in ihren Hausarbeiten auf ein selbstgewähltes Thema zu fokussieren, das nah genug ist, um einen originären Beitrag zu laufenden akademischen Debatten zu leisten.



Initiiert und moderiert wurde das Blockseminar von Dr. Jonathan Keir, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Weltethos-Instituts und Referent für Ethische Wertbildung der Karl Schlecht Stiftung. Unterstützt wurde er mit Beiträgen von KSG-Kollegin Dr. Alisa Jones und Dr. Stephen Blackwood vom Ralston College, Savannah GA.

Die Ethische Wertebildung von Studierenden und angehenden Führungskräften im Sinne des Stiftungs-Fokus „Good Leadership“ ist ein Hauptanliegen der KSG. Die interdisziplinäre Vernetzung verschiedenster Institute und der Transfer Wissenschaft-Business trägt dazu maßgeblich bei. Die KSG fördert an der Universität Tübingen dazu das Weltethos-Institut (WEIT), China Centrum Tübingen CCT) und das Erich Fromm Institut Tübingen (EFIT).