Start von „gegenwART“: Mehr Führungskompetenz durch kulturelle Bildung

(c) Kunstmuseum Stuttgart

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Im Kunstmuseum zu meditieren ist vielleicht ungewöhnlich, aber effektiv für die Erweiterung der Selbst- und Fremdführungskompetenz. Davon sind Kulturpädagoge Markus Zeh und Kunsttherapeutin Simone Henke überzeugt. Seit vergangenem Samstag arbeiten sie im Kunstmuseum Stuttgart mit acht Stipendiaten des innovativen Achtsamkeitstrainings „gegenwART“ an deren Fähigkeit, das Jetzt bewusst wahrzunehmen – eine wichtige Voraussetzung für verantwortungsvolle Entscheidungen. Dabei setzen sie in insgesamt sechs Workshops nicht nur auf klassische Achtsamkeitspraktiken wie Meditation, sondern auch auf Kunstvermittlung und praktische kreative Übungen wie „Beidhändiges Zeichnen“ (siehe Foto).

Wer sich ganz und gar auf das Betrachten oder Erschaffen eines Kunstwerks einlässt, kann erleben, wie sich seine Sinne, weg vom alltäglichen Grundrauschen, auf ein Objekt im Jetzt fokussieren. Diese Fokussierung soll den Stipendiaten helfen, sich Unbekanntem unvoreingenommen zu öffnen, Routinen zu hinterfragen und zu einer wohlwollenden Haltung sich selbst und anderen gegenüber zu kommen. Die Mischung aus kreativem Schaffen und Achtsamkeit macht „gegenwART“ zu einem deutschlandweit einzigartigen Programm für die Förderung von Führungskompetenz.

Die Karl Schlecht Stiftung ist überzeugt, dass gute Führung kreativ-schöpferische Kompetenz benötigt. Daher unterstützt sie das Stipendiatenprogramm „gegenwART“, das 2020 vom Kunstmuseum Stuttgart ins Leben gerufen wurde.