Online-Diskussion des Weltethos-Instituts zur strategischen Vorausschau

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Panikmache oder berechtigte Sorge? Bei der Online-Diskussion „How dare you! – Strategische Vorausschau früher und heute“ des Weltethos-Instituts am vergangenen Dienstag diskutierten Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker, Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer und Géza von Geyr von der Deutschen Botschaft in Moskau, wie sich der gesellschaftliche Blick in die Zukunft gewandelt hat und wie er aussehen sollte: Wer sollte mitreden? Wie ernst darf man einzelne Warnungen nehmen? – Fragen, die auch für Führungskräfte in Unternehmen relevant sind. Carla Reemtsma von „Fridays for Future“ nahm entgegen der Ankündigung nicht an der Gesprächsrunde teil.

Wertheimer appellierte: „Wir müssen diese charmante Blockade der Berufsoptimisten durchbrechen“. „Wir müssen Widersprüche zu den eigenen Denkansätzen zulassen und uns von Typen mitberaten lassen, die ganz anders sind als wir selbst“, pflichtete Geyr bei und sprach sich für eine „Vielfalt der Ansätze aus“, die einen sinnvollen Blick in die Zukunft und ein flexibles Reagieren auf veränderte Bedingungen ermöglicht. Diese Fähigkeiten, andere Ansichten zuzulassen und wertschätzenden Dialog zu führen, sind wichtige Voraussetzungen für gemeinsame Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen. Auch Unternehmer sind gefragt, diese zu finden.

Deshalb hat das Weltethos-Institut es sich zum Ziel gemacht, diese Kompetenzen in der Wirtschaft zu fördern, um so Kooperation und Vertrauen zu ermöglichen. So leistet das 2012 durch die Karl Schlecht Stiftung gegründete An-Institut der Universität Tübingen seinen Beitrag zur Verbesserung der Führung von morgen.

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