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Ökonomische Bildung in Deutschland – leider „Mangelhaft“!

(c) Webseite BÖB

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Das Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland (BÖB) ist ein Verein mit über 50 Mitgliedsorganisationen, die sich gemeinsam für die Stärkung der ökonomischen Bildung in Deutschland einsetzen. Denn in diesem Bereich gibt es nach einer neuen Studie noch sehr viel Aufholbedarf! Baden-Württemberg liegt an der Spitze, aber noch mit „Luft nach oben“.

Auf dem Forum des Bündnisses Ökonomische Bildung Deutschland (BÖB) setzte sich die Teilnehmenden mit den Ergebnissen einer jüngsten Studie zum Stand der ökonomischen Bildung an deutschen Schulen und Hochschulen auseinander. Ziel war es, den Stand der Ökonomischen Bildung in den verschiedenen Bundesländern zu erheben. Durchgeführt wurde die Studie im Auftrag der Flossbach von Storch Stiftung durch das Institut für Ökonomische Bildung an der Universität Oldenburg. Der Index Ökonomische Bildung in Deutschland (OeBiX) gibt nun an, wie gut die institutionellen Rahmenbedingungen für die Ökonomische Bildung in einem Bundesland sind.

Damit steht erstmals eine Datengrundlage zur Verfügung, die die Notwendigkeit der Stärkung der ökonomischen Bildung in Deutschland wissenschaftlich untermauert: Elf von 16 Bundesländern bekommen in der Studie ein schlechtes Zeugnis für Ökonomische Bildung ausgestellt. Sie erfüllen nicht einmal 50 Prozent der Anforderungen, die für ein normales Nebenfach Wirtschaft nötig wären. Baden-Württemberg nimmt erfreulicherweise den zweiten Platz nach Niedersachsen und vor Bayern im OeBiX-Gesamtindex ein und zählt damit zu den Spitzenreitern.

Ausschlagend dafür ist, dass im „Ländle“ an allen weiterführenden allgemeinbildenden Schulformen mit dem Fach „Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung (WBS)“ ein mittlerweile eigenständiges Pflichtfach Wirtschaft unterrichtet wird – ein Alleinstellungsmerkmal dieses Bundeslandes.

Denn bei der Stundenausstattung des neuen Fachs in Klasse 8 – 10 (im Gymnasium) ist es mit insgesamt drei Jahreswochenstunden das „kleinste“ aller Nebenfächer – deutlich mehr Zeit verbringen die Schüler mit Gemeinschaftskunde, Geographie und Geschichte. Auch in der Wirtschaftslehrkräftebildung an Hochschulen ist Baden-Württemberg überdurchschnittlich gut aufgestellt. Aber es gibt noch „Luft nach oben“.

Hier zur Studie unter:
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Bleibt zu hoffen, dass die Studie den Diskurs um eine verbesserte Ökonomische Bildung in den Schulen befeuert und die am 15. Juni 2021 neuberufenen Kuratoriumsmitglieder des BÖB, Sigmar Gabriel, Markus Gürne und Ute Weiland mit ihren starken Stimmen in der Öffentlichkeit mehr Impulse für die Stärkung der ökonomischen Bildung in Deutschland setzen können.

Die Karl Schlecht Stiftung ist seit der Gründung des „Bündnis für Ökonomische Bildung“ in 2020 Mitglied, da Entrepreneurship Education und ethische Wertbildung wichtige Aspekte einer umfassenden ökonomischen Bildung sind und im Stiftungs-Fokus „Good Leadership“ stehen.

Mehr unter:
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