Neuer Direktor am Weltethos-Institut, neuer Lehrstuhl für Globalisierungsethik an der Uni Tübingen

(c) Felix Müller / Daniel Hemel

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Das Weltethos-Institut in Tübingen hat einen neuen Direktor: Der Theologe Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel (rechts im Bild) hat die Leitung des Instituts zum 1. Juni vom Wirtschaftsphilosophen Prof. Dr. Claus Dierksmeier (links) übernommen.

Dierksmeier, der das Institut seit 2012 mit aufgebaut hat, übernimmt einen Lehrstuhl im Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen, der durch die Karl Schlecht Stiftung finanziert wird: den Stiftungslehrstuhl für Globalisierungsethik unter besonderer Berücksichtigung der Weltethos-Idee. Damit wird die Weltethos-Idee von Hans Küng noch stärker in die politikwissenschaftliche Forschung und Lehre der Universität Tübingen integriert – und ist auf Dauer innerhalb der Universität verankert, was dem ursprüngliche Anliegen von Hans Küng gerecht wird.

Die Globalisierung ist ein immer weniger nur ökonomisch, sondern zunehmend menschlich und ethisch komplexer Prozess. Nur auf Basis gemeinsamer ethisch-humanistischer Werte kann es gelingen, Vertrauen zwischen den Menschen im globalen Business zu begründen. Ziel des neuen Stiftungslehrstuhls ist es, entsprechende Maßnahmen der Wertebildung zu erforschen und die Weltethos-Idee im Kontext einer Globalisierungsethik weiterzuentwickeln.

Zugleich wird das Weltethos-Institut sein Engagement für den Praxistransfer ethischer Grundsätze ins Business unter Ulrich Hemel gut fortführen können. Hemel war als Unternehmensberater unter anderem für die Boston Consulting Group tätig und wurde 2003 vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater zum „Manager des Jahres“ erwählt. Er ist Gründer des Instituts für Sozialstrategie und seit 2017 Ethik-Beauftragter des World Economic Council. „Die Fragen der Zeit philosophisch zu beleuchten und zu erhellen, das gehört zu den schönsten Aufgaben, die ich mir vorstellen kann“, sagte er dem Weltethos-Institut.

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