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Das Kunst-Camp 2022: Kultur-Substrat aus endlos Gedrucktem, Schattenspiel und vielem mehr

Die talentierten Nachwuchskünstler des KunstCamp 2022 in Waiblingen © JKS

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Beim 11. KunstCamp kamen fast 30 junge Künstler in Waiblingen zusammen um gemeinsam kreativ zu sein, frei zu arbeiten, sich auszutauschen und ihren Horizont zu erweitern. Die Kunstschule „Unteres Remstal“ bot dazu fünf Workshops für Jugendliche von 14-22 Jahren vom Siebdruck zum Textil-Upcycling bis zu Mangas.

Das KunstCamp ist eine Initiative des Landesverbandes der Jugend-Kunstschulen BW, das bereits zum 11. Mal durchgeführt wird. Alljährlich treffen sich Schülerinnen und Schüler der Baden-Württembergischen Kunstschulen zu diesem einwöchigen Camp. In diesem Jahr fand das KunstCamp, organisiert von Sabine Brandes, Geschäftsführerin der Jugendkunstschulen, in den luftigen Räumen der Kunstschule in Waiblingen statt.

Neben dem freien, kreativen Arbeiten in fünf verschiedenen Workshops zeichnet das KunstCamp vor allem die Gemeinschaft aus, in der die Jugendlichen gemeinsam Zeit verbringen und viel länger an ihren Projekten arbeiten können als in den üblichen 90min-Kunststunden.

In den Workshops hing es z.B. um „Messer, Schere, Löcher Licht & Papier“: mit großformatigen Scherenschnitten zauberten die Teilnehmenden faszinierende Welten aus Licht und Schatten und experimentierten auch mit Spiegeleffekten.

 

„Neben dem Schnippeln und Ausprobieren, sind vor allem die Gespräche und Themen, die die jungen Menschen beschäftigen, auch Teil des kreativen Prozesses“, so Workshopleiterin Sarah Huber, die selbst Künstlerin und Dozentin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart ist.

„Wir starten bei A und landen am Ende ganz wo anders“, formulierte es auch Juliane Sonntag, die den Siebdruck-Workshop leitete, der viel technische Vorarbeit und „verkehrtes“ Denken erfordert, bis die gedruckten Ergebnisse sichtbar sind.

Von endloser Faszination waren auch die schier unendlichen Bon-Bordüren aus dem Thermodrucker- einem Medium, dass allen von immer länger werdenden Kassenbons bekannt ist – hier jedoch zu ganz neuen Ideen inspirierte. Jonathan Göhler, Dozent an der Kunstschule Unteres Remstal, zeigte ganz neue Perspektiven im extremen Queeeeeeerformat.



Mit dem Thema „Textile Kunst und Upcycling“ beschäftigte sich Susanne Bäuerle, freie Künstlerin und, Textildesignerin und Dozentin an der Kunstschule Filderstadt. Der Workshop, in dem Altes zerschnippelt und Neues gestaltet wurde, begeisterte nicht nur junge Damen sondern auch sehr kreative, männliche Textildesigner: „Nähen konnte ich bisher nicht, das hab‘ ich hier gelernt!“



Auf überdimensionalen Papierbögen arbeiteten die Jugendlichen im Workshop von Chris Werth an Comic-Motiven. „Manga: Atmosphäre, Drama, Licht, Fläche“; der Workshop changierte zwischen Zeichnung und Malerei.


Dr. Kira Eghbal-Azar, verantwortliche Senior Referentin für Kulturelle Bildung bei der KSG strahlte nach dem Besuch des KunstCamp:
„Mich begeistert am KunstCamp, dass es jungen begabten Menschen Raum und Zeit gibt, für persönliches und künstlerisches Wachstum in der Gemeinschaft und mit der Begleitung durch Profis.
Unser Kooperationspartner, der Landesverband der Kunstschulen, leistet enormen Einsatz für die Kunstschulen und Kunstschüler in BW. Deshalb freuen wir uns auch in 2023 ein KunstCamp fördernd zu unterstützen.“

Bereits seit 2014 fördert die KSG fördert das „KunstCamp, wie auch die „Kunstpiloten“ im Rahmen des Handlungsfeld „Nachwuchsförderung“.

Mehr dazu unter:
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