Bronnbacher Stipendium: Von Dirigenten das Führen lernen

(c) Karl Schlecht Stiftung

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Ob mit Taktstock, Augenkontakt oder Gefühl: Vergangenen Freitag ermöglichte die Dirigentin Anna-Sophie Brüning den Teilnehmern des Bronnbacher Stipendiums einen Einblick in ihren Beruf und zeigte auf, wie viele unterschiedliche Wege es gibt, ein Orchester zu leiten. Bei dem Online-Workshop gewannen die Stipendiaten Einblicke, die ihnen später bei der Bewältigung von Führungsaufgaben weiterhelfen können. Genau dieser Transfer aus der Kunst- und Kulturszene in andere Berufswelten macht das Bronnbacher Stipendium aus.

Das einjährige Programm des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. ermöglicht Studenten und Promovierenden der Universität Mannheim und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die aktive Auseinandersetzung mit kreativen Prozessen, die ihr Studienfach nicht vorsieht. Die Stipendiaten befassen sich in ihrem Unialltag mit Jura, Wirtschaftswissenschaften oder einem MINT-Fach. Durch die Begegnung mit Malerei, Tanz oder Architektur lernen sie kreative Herangehensweisen an Aufgaben kennen und verbessern ihre Fähigkeit zum Perspektivwechsel. Das stärkt ihre Empathie und ihre Kompetenz, neue Ideen und Lösungen zu generieren – zentrale Merkmale guter Führung. Zudem hinterfragen die Kunst- und Kulturschaffenden, mit denen die Teilnehmer arbeiten, die Konventionen ihrer Disziplin und regen die Stipendiaten dadurch zu einer kritischen Haltung gegenüber ihrer eigenen Rolle an. Das ermöglicht den Teilnehmern einen reflektierten Umgang mit künftiger Führungsverantwortung.

Die Karl Schlecht Stiftung fördert das Projekt „Bronnbacher Stipendium – Kulturelle Bildung für künftige Führungskräfte“ seit 2017.

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