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5 Jahre China Kompetenz im China Centrum Tübingen

„Universität Tübingen China Centrum“ - Eröffnungsfeier 2016 in der neuen Aula Tübingen: Wang Jianbao, Matthias Niedenführ, Karl Schlecht, Bernd Engler, Helwig Schmidt-Glintzer, Bai Zongrang, Tu Weiming (v.l.n.r.)

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Vertrauen ist die Basis für erfolgreiche Zusammenarbeit – in allen menschlichen Bereichen, besonders aber im Business. Vertrauen war auch die Grundlage der Entscheidung des Stifters Karl Schlecht, im Jahre 2012 das Unternehmen Putzmeister an den chinesischen Konzern SANY zu veräußern und damit das Stiftungsvermögen der Karl Schlecht Stiftung (KSG) essentiell auszubauen. Eine Entscheidung, die damals für viele nicht nachvollziehbar war, heute jedoch als einer der ersten erfolgreichen Merger zwischen einem deutschen und einem chinesischen Unternehmen gewertet wird.

Wie kann es daher gelingen, zwischen unterschiedlichen Völkern und Kulturen, die durch Sprache, Schrift, große Entfernungen und auch ihre Historien vordergründig getrennt erscheinen, Vertrauen zu schaffen? Vertrauensbildung entsteht vor allem durch „sich kennenlernen“ und ein Verständnis für die Geschichte des anderen – sei es Mensch oder ein ganzes Volk –  zu entwickeln.  Das Verständnis für China – als Volk, Kultur und bedeutende Wirtschaftsmacht – ist daher essentiell für gelingende Beziehungen im internationalen und interkulturellen Kontext.  

Um genau dieses Verständnis zu schaffen und Vertrauen zu China als Wirtschaftspartner in der Breite der deutschen Wirtschaft frühzeitig zu verankern, wurde im Jahr 2016 auf Initiative der Karl Schlecht Stiftung das China Centrum Tübingen (CCT) an der Eberhard-Karls-Universität gegründet.

Zentrale Aufgabe des CCT ist es, die aktuell in China vorherrschenden Wertevorstellungen, ethischen Normen und Geistesströmungen zu analysieren und an eine breite Öffentlichkeit zu vermitteln. Eine besondere Herausforderung und Alleinstellungsmerkmal des CCT ist es, die Forschungsergebnisse auch in die deutsche Wirtschaft zu transferieren, um die Zusammenarbeit mit chinesischen Wirtschaftspartnern möglichst optimal gestalten zu können. Das CCT fungierte auch als aktiver Koordinator aller China-Aktivitäten der KSG mit den Partnern an der BEIDA, dem Weltethos Institut Beijing (WEIB) und undefinedThinkIN China.

Das CCT schafft mit vielen Veranstaltungen im universitären Kontext aber auch in der breiten Öffentlichkeit Vertrauen für China in allen seinen Aspekten. Seit 2016 wurden in rund 100 öffentlichen Veranstaltungen über 6000 Interessierte erreicht.

Der zunehmenden Bedeutung Chinas in allen Bereichen trägt die Universität Tübingen im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie auch dadurch Rechnung, dass die Zusammenarbeit mit chinesischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und mit Partnerinstitutionen in China intensiviert wird. Das China Centrum Tübingen dient hierbei als lernende Plattform.

Nach den ersten fünf Jahren China Centrum gilt es, aus einem Rückblick neue Anstöße und Perspektiven zu entwickeln. Dies tut der Direktor des China Centrum Tübingen, Helwig Schmidt-Glintzer, Seniorprofessor der Universität, in seinem Vortrag „Fünf Jahre China-Kompetenz“. Darin spricht er von der Notwendigkeit einer sechsfachen Aufmerksamkeit, identifiziert sechs Wissensfelder und formuliert fünf Forderungen zur Entwicklung von China-Kompetenz in einer traditionsreichen Universität mit Exzellenzanspruch.
undefined  Hier zum Vortrag von Prof. Dr. Schmidt-Glintzer bei Youtube.

 

Weitere Veranstaltungen:

Montag, 17. Mai 2021, 18.15 Uhr
Humanität in chinesischen Traditionen - Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer, China Centrum Tübingen
Im Rahmen der Ringvorlesung „Kulturen der Humanität“ , Weltethos Institut, Teilnahme kostenlos.

undefined Hier anmelden  

Dienstag, 18. Mai  2021, 18.00-19:30 Uhr
Podiumsdiskussion „Perspektiven auf die Hochschulkooperation mit China“
Digitale Veranstaltung. Dabei sind Prof. Dr. Monique Scheer (Prorektorin für Internationales und Diversität), Prof. Dr. Reinhard Johler (Direktor Ludwig-Uhland-Institut für empirische Kulturwissenschaften), Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer (CCT), moderiert von Dr. Anno Dederichs. Neben einem Blick auf Tübinger Kooperationen mit chinesischen Hochschulen werden dabei Themen wie die Bedeutung von Chinakompetenz und Chinas Rolle auf dem Bildungsmarkt.

undefined Hier teilnehmen / Veranstaltungslink

Darüber hinaus finden viele Lehrveranstaltungen an verschiedenen Instituten und Partner-Hochschulen statt.

Für Fragen hierzu wenden Sie sich gern an Dr. Jonathan Keir, verantwortlicher Referent für den Förderbereich „Ethische Wertebildung“ und China-Experte innerhalb der KSG. Dr. Keir koordiniert ebenfalls das wissenschaftliche Pilotprojekt der Wirtschaftsforschung zur „Führungskultur der chinesischen Firma SANY“, das von Frau Dr. Alisa Jones, Referentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der KSG, derzeit durchgeführt wird.