Projekte

Kultur


Vision der Karl Schlecht Stiftung ist es, dass jeder Mensch in die Lage versetzt wird, sein künstlerisch-kreatives Potenzial und damit seine Persönlichkeit zu entfalten. Dazu setzt sie sich für eine größere Teilhabe an Kunst und Kultur ein. Mit ihren Projekten zur Kulturellen Bildung, zur künstlerischen Exzellenzförderung und zur kulturellen Kompetenzvermittlung in der Wirtschaft will die Karl Schlecht Stiftung dazu beitragen, dass sowohl junge Menschen, aktive Künstler als auch angehende Führungskräfte in ihrer Kreativität und Schaffenskraft angeregt werden.

Innerhalb ihres Förderbereiches "Kultur" unterstützt die Karl Schlecht Stiftung derzeit folgende Projekte und Institutionen:

 

aed neuland
www.aed-neuland.de

aed "neuland"-Förderpreis – Nachwuchswettbewerb für junge Gestalter

Der aed e.V. ist eine von Stuttgarter Ingenieuren, Architekten und Designern gegründete Initiative. Sie verfolgt das Ziel, Architekten, Graphiker, Designer, Ingenieure und andere Gestalter in der Region Stuttgart zu fördern und der Öffentlichkeit nahe zu bringen.

Der aed lobt mit Unterstützung der Karl Schlecht Stiftung den "neuland"-Förderpreis aus, einen Nachwuchswettbewerb für junge Gestalter mit dem Schwerpunkt "Innovation und Nachhaltigkeit". Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt den Förderpreis seit 2013, da dieser in besonderer Weise der Nachwuchsförderung im künstlerisch-gestalterischen Bereich nachkommt.

Der Nachwuchswettbewerb wendet sich an Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen, Akademien und Institute in den Bereichen "Architektur & Engineering", "Ausstellungsdesign und Innenarchitektur", "Industrie- und Produktdesign", "Kommunikations- und Grafikdesign" und "Interaktionsdesign". Die eingereichten Arbeiten werden nach Preisvergabe auch in einer Ausstellung gezeigt, die auf "Wanderschaft" geht.


Bronnbacher Stipendium
www.bronnbacher-stipendium.de

Bronnbacher Stipendium  - Kulturelle Kompetenzen für Führungskräfte  

Das "Bronnbacher Stipendium" ist ein Programm zur kulturellen Bildung angehender Führungskräfte, das vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. entwickelt wurde. Angeboten wird es an der Universität Mannheim und am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Es richtet sich an Master- und Promotionsstudenten der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie MINT-Fächer – und damit an Studenten aus originär kulturferneren Fächern. Kreativität ist jedoch eine zentrale Führungsqualität und Grundvoraussetzung für innovative Prozesse.

Die Stipendiaten werden  im Dialog mit Kunstvermittlern, Künstlern, Sammlern aber auch kunst- und kulturinteressierten Unternehmerpersönlichkeiten und Spitzenmanagern interaktiv an zeitgenössische Kunst und Kultur herangeführt, um ihre kulturellen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Es gibt in Deutschland kein vergleichbares Programm zur kulturellen Bildung und Kompetenzschulung des Führungskräfte- und Entscheidernachwuchses. Das Programm schließt aus Sicht der Karl Schlecht Stiftung damit eine Lücke in diesen Studiengängen: Es leistet einen Beitrag zur umfassenden Persönlichkeitsentwicklung als zentrale Voraussetzung für "Good Leadership".

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FILUM Musikschule Filderstadt
www.musikschule-filderstadt.de

Ein Kompetenzzentrum für musisch-kulturelle Bildung

Seit Jahren unterstützt die Karl Schlecht Stiftung die Musikschule Filderstadt. In diesem Rahmen finanzierte sie von 2015-2016 einen Neubau für die Musikschule. Der Spatenstich für den Bau fand am 5. Februar 2015 statt, am 9. Dezember 2016 wurde die neue Musikschule unter dem Namen "FILUM Karl Schlecht Musikschule" eröffnet. Das FILUM soll unter dem Leitgedanken "interkulturell, international und integrativ" ein Kompetenzzentrum für musisch-kulturelle Bildung sein.


GRIPS Fieber
www.grips-theater.de

GRIPS Fieber – Ein Modellprojekt zur kulturellen Bildung für Berliner Schulklassen

Das GRIPS Theater Berlin hat langjährige Erfahrung als außerschulischer Lernort für kulturelle Bildung in Zusammenarbeit mit Schulen. Dabei hat es erkannt, dass es nicht ausreicht, allein auf engagierte Lehrer zu zählen. Kulturelle Bildung ist ein Thema für die gesamte Schulwelt: für das Kollegium, die Sozialarbeiter und die Eltern.

Mit dem Schulprojekt "GRIPS Fieber" will das GRIPS Theater die kulturelle Bildung als gemeinsame Aufgabe gestalten und durch Kooperationsverträge die gesamte Schule miteinbeziehen. Ziel ist es, Schülern vermehrt Kulturtechniken und Kulturwissen zu vermitteln. Lehrer sollen darüber hinaus durch GRIPS-Stücke und GRIPS-Workshops dazu befähigt werden, Theater als Bildungsmittel stärker im Unterricht anzuwenden und zu etablieren.

Die Karl Schlecht Stiftung fördert GRIPS, da die Rezeption von Theaterkunst und die spielerische Theaterpraxis die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen fördern.


IMPULS MusikTheaterTanz  – Vorhang auf für kreative Förderung und sozio-kulturelle Integration!

IMPULS MusikTheaterTanz wurde für "Brennpunktschulen" in der Region Stuttgart entwickelt. Dieses Schulprojekt ist eine Initiative des Fördervereins der Staatstheater Stuttgart e.V. in Kooperation mit der Jungen Oper, dem Schauspiel Stuttgart, dem Stuttgarter Ballett und der John Cranko Schule.

Im Rahmen von jeweils sechs- bis achtwöchigen Workshops arbeiten Theaterpädagogen und Künstler mit Kindern und Jugendlichen, um ihre Persönlichkeitsentwicklung und Kreativität zu fördern. Dabei werden fremde Haltungen und der gewaltfreie Umgang geprobt, die Ausdrucks- und Lernfähigkeit geübt, das persönliche Selbstvertrauen gestärkt und der Zusammenhalt unter den Teilnehmern gefördert. Begleitend dazu findet jährlich ein sozialpädagogisches Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte statt.

Die Karl Schlecht Stiftung fördert das Schulprojekt IMPULS, da es einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Teilhabe an und Intensivierung/ Erweiterung der musisch-kulturellen/ ästhetischen Bildung in der schulischen Bildungspraxis leistet.


Junge Deutsche Oper
www.deutscheoperberlin.de

Junge Deutsche Oper – Deutsche Oper Berlin

"Anschauen! Mitmachen!", so lautet das Motto des Programms "Junge Deutschen Oper" der Deutschen Oper Berlin. Hier kommen neue Musiktheater-Werke für Kinder und Jugendliche zur Uraufführung, Kinder- und Jugendtheater und sogar "Babykonzerte". In unterschiedlichsten Produktionen und Projekten werden Kinder und Jugendliche darüber hinaus eingeladen, sich einzumischen und künstlerische Prozesse aktiv mitzugestalten. Der Jungen Deutschen Oper ist es außerdem ein Anliegen, die Kooperation mit Schulen aller Schulformen und anderen Kultur- und Bildungseinrichtungen zu pflegen. Dies geschieht z.B. in Form von Workshops mit Schulen; Angebote zur Vor- und Nachbereitung eines Vorstellungsbesuchs und speziellen Fortbildungsangeboten für Pädagogen.

Die Karl Schlecht Stiftung fördert die Junge Deutsche Oper, da sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Teilhabe an und Intensivierung/Erweiterung der musisch-kulturellen/ästhetischen Bildung in der schulischen Bildungspraxis leistet.


Komische Oper Berlin
www.komische-oper-berlin.de

Komische Oper Berlin - Projekte für benachteiligte Kinder

Um auch Kindern aus sozial benachteiligten Familien einen Opernbesuch zu ermöglichen, entwickelt die Komische Oper Berlin seit mehr als zehn Jahren musiktheaterpädagogische Projekte für Schüler. Junge Menschen zwischen 5 und 18 Jahren erleben in Mitmach-Workshops und Hausführungen altersgerecht die Inszenierung von Geschichten. In Form der "Kinderoper" erleben sie die Musik als Ausdrucksform über die reinen Worte hinaus. Abschließend besuchen sie gemeinsam mit ihren Familien eine Aufführung.

Seit 2009 möchte die Komische Oper Berlin vor allem ein Publikum mit türkischen Wurzeln für die Oper begeistern. Seit 2016 findet das Projekt zusätzlich auch mit Berliner "Willkommensklassen" statt, um junge Flüchtlinge sprachlich-kulturell zu integrieren.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt die Komische Oper seit 2013, da sie überzeugt ist, dass die musisch-kulturelle Bildung von Kindern zur Charakter- und Persönlichkeitsentfaltung junger Menschen in besonderem Maße beiträgt.


KufE – Kunst fördert Entwicklung
www.weiherbachschule.de

Ich-Stärkung durch Kunst

Unsere Kinder wachsen in einer Zeit diverser Herausforderungen auf – ein Balanceakt zwischen Leistung und Wohlbefinden. Nicht selten erwachsen hieraus Lernschwierigkeiten und Konflikte. Seit Februar 2014 läuft an der Weiherbachschule, Grund- und Werkrealschule in Aichtal, das Projekt „Kunst fördert Entwicklung“ (KufE), das Schüler und Lehrer bei diesem Balanceakt unterstützt.

KufE ergänzt die klassischen Lehrmethoden mit kunsttherapeutischen Methoden, in von Kunsttherapeuten betreuten AGs, aber auch integriert in den Schulfächern. Diese Methoden schärfen die Wahrnehmung und Selbstreflexion der Kinder und lenken dadurch die Aufmerksamkeit stärker auf eigene Kompetenzen und Lösungswege.

Die Weiherbachschule kooperiert bei dem Projekt mit der Hochschule für Kunsttherapie Nürtingen. Ein Ziel dieser Kooperation ist, ein fundiertes Konzept der pädagogischen Kunsttherapie an Schulen auszuarbeiten.

Die Karl Schlecht Stiftung fördert KufE als einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern.


KulturPiloten – Grundschüler durch die Kulturlandschaft Berlins lotsen

Das durch das Evangelische Johannestift Berlin getragene Projekt "KulturPiloten" wendet sich an Grundschülerinnen und -schüler aus Brennpunktbezirken Berlins und knüpft an den natürlichen Forscherdrang und die Lernfreude im Kindesalter an. Ziel der Initiative ist es, die Bildungschancen von Kindern zu erhöhen und ihnen eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen.

Begleitet von Experten wie Schauspielern, Musikern und Künstlern, aber auch Ingenieuren und Wissenschaftlern, besuchen sie Opernhäuser und Theater, Ausstellungen und Museen, Planetarien und Bibliotheken. Jede Gruppe bildet eine sogenannte "Staffel", für die eine von neun "Musen" mit ihrer besonderen Begabung Pate steht. So bekommen die Kinder die Möglichkeit, im Rahmen des Angebots ihre ganz eigenen Interessen und Vorlieben zu entdecken und auszubauen. 2013 wurden die "KulturPiloten" im Übrigen als eine der besten Bildungsideen in Deutschland im Rahmen des Wettbewerbs "Ideen für die Bildungsrepublik" ausgewählt.

Die Karl Schlecht Stiftung fördert "KulturPiloten" aufgrund seines wirksamen Beitrags zur Verbesserung der Teilhabe an musisch-kultureller und ästhetischer Bildung.


Kulturschule 2020 Baden-Württemberg
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Kulturelle Bildung als Motor der Schulentwicklung

Kulturelle Bildung an Schulen hat außerordentlich positive Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler einerseits und auf die Schulgemeinschaft als Ganze andererseits. Vor diesem Hintergrund hat das Land Baden-Württemberg in Kooperation mit der Karl Schlecht Stiftung ab dem Schuljahr 2015/16 das fünfjährige Modellprojekt „Kulturschule 2020 Baden-Württemberg“ gestartet.

Ausgewählt wurden zehn Schulen, die daran interessiert sind, sich zu einer "Kulturschule" zu entwickeln. Im Fokus steht die Weiterentwicklung der Unterrichtspraxis aller Fächer mit kreativen Methoden der Künste – nach dem sogenannten "Learning through the arts"-Prinzip –, so dass die Fachinhalte für die Schüler besser erfahrbar werden. Zudem soll dies allen Schülern den Zugang zu Kunst und Kultur eröffnen. Jede Kulturschule erhält hierfür jährlich 10.000 Euro "Kulturbudget".

Die Karl Schlecht Stiftung möchte mit dem Modellprojekt ihr Handlungsziel „Kulturelle Bildung stärken“ strategischer verfolgen. Denn in Kulturschulen sollen Kunst und Kultur nicht nur Sahnehäubchen des schulischen Bildungsauftrags, sondern Motor der inneren Schulentwicklung sein.

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KunstCamp Baden-Württemberg
www.jugendkunstschulen.de

KunstCamp Baden-Württemberg - Jugendkunstschulen

Im Gegensatz zur Musik, die oft gemeinsam gemacht wird, ergeben sich für Kinder und Jugendliche mit künstlerischem Interesse weniger Gelegenheiten, Gleichgesinnte kennenzulernen. Stattdessen wird das bildnerisch-künstlerische Arbeiten weiterhin als ein überwiegend individueller Prozess des Einzelnen erlebt.

Im Rahmen des "KunstCamps" will der Landesverband der Kunstschulen Baden-Württembergs den Kindern aus 35 regionalen Kunstschulen die Möglichkeit geben, sich auszutauschen und intensiv zusammenzuarbeiten. Die Kinder erfahren zusätzlich externe Wertschätzung durch die anschließende Ausstellung ihrer Arbeiten.

Dieser kunstpädagogische Ansatz überzeugte auch die Karl Schlecht Stiftung, die seit 2014 KunstCamps in den Städten Nürtingen und Bruchsal unterstützt.

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Opernkinderorchester
www.staatsoper-berlin.de

Opernkinderorchester  Mitmachen statt im Publikum sitzen

Die Staatsoper Unter den Linden hat sich zum Ziel gesetzt, ein Kinderorchester zu etablieren. Zusammen mit 15 Berliner Musikschulen hat sie 2018 das Projekt „Opernkinderorchester“ gestartet. Im Opernkinderorchester partizipieren Kinder zwischen 7 und 12 Jahren, die zuvor unter musikalischen und pädagogischen Gesichtspunkten von ihren Musiklehrern ausgewählt wurden, aktiv am Opernbetrieb. Die jungen Musiker tauchen durch Probenbesuche, Workshops und das gemeinsame Musizieren unter der Leitung des Berliner Dirigenten Max Renne in den Opernbetrieb ein. Jährliche Höhepunkte des Opernkinderorchesters sind Konzerte und Aufführungen im Rahmen der Festtage der Staatsoper, wo die Kinder als gleichberechtigte Teilnehmer neben der Philharmonie auftreten. Darüber hinaus tritt das Orchester an Schulen auf, um die Begeisterung für Musik an weitere Kinder zu übertragen.

Die Karl Schlecht Stiftung fördert das Opernkinderorchester, da die frühe Orchestererfahrung nicht nur die Freude am gemeinsamen Musizieren steigert, sondern auch einen entscheidenden Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen leistet.

Parallelwelten - Berliner Festspiele
www.berlinerfestspiele.de

Parallelwelten - Kulturvermittlung

Der Vermittlungsarbeit von Kultureinrichtungen steht durch die digitale Medienrevolution eine Veränderung bevor. Sie müssen ihre Themen zeitgemäßer, d.h. vor allem im Internet vermitteln, um die Öffentlichkeit besser zu erreichen. Gerade um Jugendliche für kulturelle Themen zu gewinnen, müssen konventionelle Vermittlungsmethoden wie z.B. Gespräche mit Regisseuren digital transformiert werden.

Die Berliner Festspiele gestalten mit dem Projekt "Parallelwelten" ein solches spielerisches Lernangebot für kulturelle Inhalte im digitalen Raum, das die digitalen Kompetenzen und Vorlieben von Jugendlichen berücksichtigt.

Die Karl Schlecht Stiftung fördert "Parallelwelten" ab 2016 für drei Jahre, da es Brücken baut zwischen klassischen Kulturinhalten und neuen Technologien und damit jungen Generationen mehr Zugang zur Kultur verschafft.


Rat für Kulturelle Bildung e.V.
www.rat-kulturelle-bildung.de

Für mehr Kunst und Kultur in der Bildungspraxis

Der Rat für Kulturelle Bildung e.V. ist ein unabhängiges Gremium, das sich umfassend mit der Situation und der Qualität kultureller Bildung in Deutschland befasst. Er wird von einem Stiftungsverbund getragen, dem sieben Stiftungen angehören: die Stiftung Mercator, Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Nantesbuch und Karl Schlecht Stiftung (seit 2016).

Ziel des Rats ist es, den Stellenwert und die Qualität kultureller Bildung in Deutschland zu stärken und diese nachhaltig in den Bildungsstrukturen zu verankern. Der Rat für Kulturelle Bildung e.V. wird inhaltlich unterstützt durch den "Expertenrat Rat für Kulturelle Bildung“. 2015 hat der Rat den „Forschungsfonds Kulturelle Bildung“ ins Leben gerufen, der seit 2017 ebenfalls von der Karl Schlecht Stiftung gefördert wird.

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